Chronik | Österreich
31.05.2017

Heftige Unwetter: Gmunden unter Wasser

Schäden vor allem im oberösterreichischen Salzkammergut. Starkregen im Bezirk Tulln. Waldbrände in Tirol. Zwei vermisste Bergsteiger tot aufgefunden.

Starkregen hat im Bezirk Tulln am Mittwochnachmittag Häuser und Keller unter Wasser gesetzt. Insbesondere betroffen war die Marktgemeinde Atzenbrugg. 60 bis 70 Liter pro Quadratmeter und Stunde seien niedergegangen. Straßen wurden vermurt. Die B1 war zum Teil gesperrt. Äcker standen unter Wasser. Auch im Bezirk St. Pölten gab es einige Unwettereinsätze.

OÖ: Gmunden überflutet

Gewitter haben bereits in der Nacht auf Mittwoch vor allem im oberösterreichischen Salzkammergut Schäden angerichtet. Rund 60 Feuerwehren standen im Einsatz. Besonders betroffen war die Bezirksstadt Gmunden und ihre Umgebung. Zahlreiche Straßen waren überflutet, in der Innenstadt von Gmunden sogar so stark, dass sie vorübergehend gesperrt wurden. Auch etliche Keller von Wohnhäusern mussten leergepumpt werden.

In Schörfling am Attersee (Bezirk Vöcklabruck) schlug ein Blitz in einen Bauernhof ein und löste einen Brand aus. Die örtliche Feuerwehr war besonders schnell am Einsatzort - sie hatte zum Zeitpunkt des Alarms gerade eine Kommandositzung. Aber sie konnte nicht verhindern, dass vom Wirtschaftstrakt nicht mehr viel zu retten war.

Auch in anderen Gemeinden im Alpenvorland gab es durch das Gewitter ausgelöste kleinere Feuerwehreinsätze.

Waldbrände in Tirol

In Tirol haben Blitzschläge am Dienstag zwei Waldbrände ausgelöst. In Jenbach (Bezirk Schwaz) geriet eine Fläche von 300 Quadratmetern in Brand, auch in Erpfendorf (Bezirk Kitzbühel) waren die Feuerwehren im Großeinsatz. Die Höhe der Sachschäden war vorerst nicht bekannt, teilte die Polizei mit.

Zwei Tote in Salzburger Bergen

Am Mittwochmorgen wurde in Salzburg die Suche nach zwei vermissten Alpinsportlern wieder aufgenommen, die am Abend zuvor aufgrund der Unwetter abgebrochen werden musste.

Nur noch tot konnte ein 28-jähriger Tiroler geborgen werden, der am Dienstagabend um 21 Uhr von seiner Schwester als vermisst gemeldet wurde. Der Mann aus St. Ulrich am Pillersee ( Tirol) war von einer Tour in die Leoganger Steinberge nicht mehr zurückgekehrt. „Er ist beim Einstieg zum Klettersteig Leogang Süd abgestürzt“, sagt Eva Wenzel von der Landespolizeidirektion Salzburg. Die Leiche des Tirolers wurde gegen 11 Uhr entdeckt. Die Umstände des Unglücks sind noch unklar.

Am Mittwochnachmittag haben die Hilfsmannschaften auch den vermissten Oberösterreicher auf dem Untersberg nur mehr tot bergen können. Das sagte eine Polizei-Sprecherin zur APA. Der 46-Jährige hatte die Nacht nach seinem Absturz auf dem Berg nicht überlebt. Der Polizeihubschrauber brachte die Leiche ins Tal. Der Bergsteiger war im Bereich des Dopplersteigs in der Nähe des Grödiger Törls abgestürzt.

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