ABD0031_20141209 - WIEN - ÖSTERREICH: Probengefässe an einem Massenspetrometer, wie er verwendet wird um Proben auf das Umweltgift HCB zu testen in einem Labor der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) in Wien am Dienstag, 9. Dezember 2014. - FOTO: APA/ROLAND SCHLAGER

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kärnten
03/09/2015

HCB-Bluttests: Bei zehn Proben Werte über erlaubter Dosis

Nach persönlichen Gesprächen mit Betroffenen aus dem Görtschitztal folgt die Veröffentlichung der Daten am Mittwoch.

Wochenlang mussten die Betroffenen im mit Hexachlorbenzol (HCB) belasteten Kärntner Görschitztal auf die Ergebnisse ihrer Blutuntersuchungen warten. Nun hat sich bestätigt, womit Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster bereits gerechnet hat. "Ich erwarte HCB-Auffälligkeiten im Blut", hatte er am Sonntag im KURIER-Interview gemeint. Am Montag trafen nun die letzten Ergebnisse der Bluttests beim Land Kärnten ein.

Wie Krisenkoordinator Albert Kreiner erklärte, lägen die Werte bei zehn Proben über der tolerierten Tagesdosis. Details sollen erst am Mittwoch veröffentlicht werden. Bis dahin werde es Einzelgespräche mit den Betroffenen geben. Insgesamt hatten 114 Personen ihr Blut untersuchen lassen.

Keine Gefahr

Für jene zehn Personen, deren Werte über der tolerierten Tagesdosis liegen, wird der Wiener Umweltmediziner Hans-Peter Hutter individuelle Vorschläge bezüglich der Ernährung ausarbeiten. Würden diese eingehalten, seien keine gesundheitlichen Nachteile durch die HCB-Belastung zu erwarten. Bei insgesamt vier Fünftel der mehr als 100 Proben lagen die HCB-Werte unter den Referenz- und Vergleichswerten.

Ab der kommenden Woche wird es schließlich eine umfassende Risikobewertung für das gesamte Görtschitztal geben. Dabei sollen laut Kreiner sowohl die Medizinische Universität Wien als auch die Umweltorganisationen Greenpeace und Global 2000 mitarbeiten. Für die Risikobewertung sind rund vier Wochen veranschlagt.

Greenpeace-Chemiker Schuster hatte im KURIER bereits gefordert, dass bei HCB-Auffälligkeiten im Blut weitere Tests folgen müssten, bei denen mehr in die Breite gegangen und auch Personen außerhalb des Görtschitztals untersucht werden sollten.

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