Chronik | Österreich
27.12.2017

Hausbrand in Köflach: Suche nach der Ursache

Ein 33-Jähriger entdeckte das Feuer und soll den Ermittlern Auskünfte geben.

Nach dem tödlichen Brand in einem weststeirischen Haus werden am Mittwoch die drei Todesopfer obduziert und die Ursachensuche fortgesetzt. Außerdem soll am Vormittag der Entdecker des Feuers, der 33-jährige Lebensgefährte der 29-jährigen Mutter des Hauses, befragt werden. Die Frau hat bei dem Feuer ihren zweijährigen Sohn sowie ihre 70-jährige Mutter und eine 77-jährige Angehörige verloren.

Laut den Ermittlern gab es vorerst keine Hinweise auf die Ursache des Brandes. Ersten Angaben des Lebensgefährten zufolge soll Chaos geherrscht haben, als er die Flammen entdeckte. Bei der Vernehmung soll der Mann nun unter anderem Auskunft über den Standort von Kerzen und den Abend vor dem Brand geben. Das soll den Ermittlern helfen, die Ursache zu finden. Seine Lebensgefährtin kann vorerst nicht befragt werden. Sie wird vom Kriseninterventionsteam betreut.

Über Balkon in Sicherheit

Bei dem Bauernhof in Graden bei Köflach (Bezirk Voitsberg) war in der Früh des Stephanitags Feuer ausgebrochen, das der 33-Jährige entdeckte. Er konnte sich mit seiner Lebensgefährtin und vier Kindern im Alter von fünf bis acht Jahren ins Freie retten. Sie hatten alle im Obergeschoß geschlafen und gelangten über einen Balkon in Sicherheit, während die Großmutter, die pflegebedürftige 77-Jährige sowie der zweijährige Sohn der 29-Jährigen im Erdgeschoß von den Flammen offenbar eingeschlossen wurden. Sie konnten von den Feuerwehrleuten nur noch Tod aufgefunden werden.