Chronik | Österreich
24.07.2017

Hagel und Sturm: Schwere Schäden in Salzburg

Vor allem Pinzgau und Pongau betroffen.

Rund 330 Feuerwehrleute haben Sonntag Abend die Schäden beseitigt, die ein Unwetter mit Hagel, Starkregen und Sturmböen vor allem im Pinzgau und Pongau verursacht hat. Die Freiwilligen Helfer rückten zu insgesamt 39 Einsätzen aus, um verklauste Straßen, Wege, Bäche und Kanäle frei zu räumen, umgestürzte Bäume zu entfernen und überflutete Keller auszupumpen.

Die Front zog ab etwa 18.00 Uhr von den Kitzbüheler Alpen kommend nach Mittersill, Piesendorf und Zell am See im Pinzgau und dann weiter in Richtung Schwarzach im Pongau. Nicht nur von dort gingen zahlreiche Alarmierungen bei den Feuerwehren ein. Auch aus dem Tennengau, Lungau und Flachgau trafen bis rund 20.00 Uhr Schadensmeldungen ein. Es kam auch zu kleineren Murenabgängen.

Hagelkörner, so groß wie Golfbälle

Am stärksten betroffen von dem Unwetter mit Gewitter waren der Pinzgau und der Pongau. In Zell am See hatten die Hagelkörner die Größe von Golfbällen. Starken Hagelschlag gab es auch entlang der B311 zwischen Taxenbach und Schwarzach. Dabei wurden auch Autos beschädigt. Die Fahrbahn war von Hagelkörnern überschwemmt und von Ästen übersät, die der Sturm von Bäumen gerissen hatte.

Rund 850.000 Euro Schaden

Laut Österreichischer Hagelversicherung hat das Unwetter eine landwirtschaftliche Fläche von rund 4.500 Hektar geschädigt. Betroffen seien besonders das Grünland und der Mais. Der geschätzte Gesamtschaden beläuft sich auf rund 850.000 Euro.