Chronik | Österreich
15.06.2017

Großbrand in Tiroler Recyclingfirma

Zu Ballen gepresster Kunststoff fing Feuer - 250 Feuerwehrleute waren im Großeinsatz, fünf Verletzte. Auch in oberösterreichischen Waldzell kam es zu einem Großbrand.

Ein Großaufgebot an Feuerwehren musste in der Nacht auf Donnerstag zu einem Großbrand in einer Recyclingfirma in Pfaffenhofen (Bezirk Innsbruck Land) ausrücken. Auf dem Freigelände des Unternehmens war gegen 22.30 Uhr in Ballen gelagertes Plastik in Brand geraten. Bei den Löscharbeiten wurden nach Polizeiangaben fünf Feuerwehrleute durch Rauchgas verletzt. Die Brandursache war vorerst unklar.

Rauchwolke weithin sichtbar

Das Feuer wurde von einem Passanten gemeldet, der Rauch auf dem Firmengelände bemerkt hatte. Als die Feuerwehr wenig später eintraf, brannten bereits fünf Ballen Kunststoff lichterloh. Das Feuer breitete sich rasch aus, weshalb die Einsatzleitung bereits kurz nach Einsatzbeginn weitere Feuerwehren hinzu rief. Insgesamt standen zehn Feuerwehren mit rund 250 Mann die ganze Nacht über im Großeinsatz. Sie verhinderten ein Übergreifen des Brandes auf das Firmengebäude. Die große Rauch- und Hitzeentwicklung war dabei eine große Herausforderung, hieß es seitens der Leitstelle Tirol. Die Rauchwolke war weithin sichtbar, habe aber keine Gefahr für die Bevölkerung bedeutet.

Fünf Feuerwehrleute mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung von der Rettung behandelt werden. Eine Person wurde ins Spital eingeliefert, sie konnte das Krankenhaus inzwischen aber wieder verlassen. Nach Angaben der Leitstelle liefen am Donnerstagvormittag noch Nachlöscharbeiten. Zur Brandursache wurden Ermittlungen eingeleitet. Die Höhe des Schadens werde ebenfalls noch ermittelt.

Nach Schweißarbeiten: Großbrand in Kfz-Werkstätte

Nach Schweißarbeiten an einem Auto kam gestern, Mittwoch, auch in Oberösterreich zu einem Großbrand. In einer Kfz-Werkstatt in Waldzell (Bezirk Ried im Innkreis) hatte ein Kfz-Techniker bei einem Auto ein Service gemacht, als der Fahrgastraum zu brennen begann. Der Brand griff rasch auf weitere Autos, die sich in der Werkstatt befanden, sowie die beiden Gebäude des Betriebs über.

Bei den Löscharbeiten waren 13 Feuerwehren mit rund 150 Mann im Einsatz. Sie konnten verhindern, dass das Feuer auf weitere Gebäudeteile übergriff. Der Sachschaden dürfte erheblich sein. Der Seniorchef des Unternehmens, ein 72-Jähriger Mann, wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus Ried eingeliefert, teilte die Polizei mit.