Die Feuerwehr Obertauern im Löscheinsatz auf der Panoramastraße.

© APA/FRANZ NEUMAYR

Salzburg
03/04/2014

Großbrand in Obertauern war Brandstiftung

Personalwohnhaus wurde Raub der Flammen. Zwei Personen wurden verletzt.

Als die Feuerwehr in der Nacht auf Dienstag bei einem brennenden Haus im Salzburger Wintersportort Obertauern eintraf, spielten sich dort bereits dramatische Szenen ab. „Das Gebäude stand im Vollbrand. Die sieben Bewohner sind aus dem zweiten Stock gesprungen. Über die Stiegen wären sie nicht mehr ins Freie gekommen“, erzählt Einsatzleiter Bernhard Lürzer, der 100 Helfer bei dem Großeinsatz dirigierte.

Wie die Brandermittler der Polizei später feststellen konnten, handelte es sich bei der Ursache des Feuers vermutlich um Brandstiftung. Das Feuer dürfte im Vorraum des Personal-Wohnhauses gelegt worden sein. Dann hatten sich die Flammen via Obergeschoß zum Dach ausgebreitet. Ein Spürhund konnte zwar keinen Brandbeschleuniger erschnüffeln, aber ein technisches Gebrechen wird von den Ermittlern ebenfalls ausgeschlossen. Bleibt Brandstiftung als Ursache.

In dem Personalhaus waren Saisonarbeiter verschiedener Betriebe untergebracht. Ein 28-jähriger Slowake wurde mit leichter Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus Schwarzach eingeleifert, eine 51-jähriger Ungarin mit verstauchtem Fuß ins Krankenhaus Tamsweg. Die weiteren Bewohner blieben trotz Sprüngen aus großer Höhe unverletzt. Schnee und aus dem Fenster geworfene Matratzen dürften den Aufprall nach den Sprüngen gedämpft haben.

Für Einsatzleiter Lürzer steht jedenfalls fest: „Die Leute hatten großes Glück. Ein Skilehrer ist aufgewacht und hat Alarm geschlagen. Sonst hätte das böse enden können. Einige haben Matratzen rausgeworfen, um weicher zu landen.“ Der Lebensretter befand sich am Dienstag bereits auf dem Heimweg nach Oberösterreich. Wie es aus seiner Skischule heißt, hat er bei dem Brand alles verloren.

Zehn Stunden kämpften die Einsatzkräfte gegen das Feuer an. Das Gebäude ist ein Totalschaden. Die Flammen hatten sich im ganzen Haus ausgebreitet. Wären nicht alle Bewohner von selbst aus dem Haus gekommen, hätten sie vermutlich nicht gerettet werden können. Rauch und Hitze machten ein Durchsuchen der Räumlichkeiten während der Löscharbeiten nahezu unmöglich.

Die Polizei fahndet nun nach dem Brandstifter. Zunächst wollen die Ermittler Zeugen einvernehmen.

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