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Race Around Austria
06/16/2013

Grenzwertiges Radabenteuer

Zwei Physiotherapeuten wagen sich an das härteste Radrennen Europas.

Drei Stunden Rad fahren, drei Stunden ausruhen und wieder drei Stunden am Rad strampeln; nonstop, vier Tage lang. Das blüht Dominik Frey (28) und Oliver Schindl (29), wenn sie Mitte August beim Race Around Austria, dem härtesten Radrennen Europas, mitmachen. 2200 Kilometer, 28.000 Höhenmeter: „Es geht vor allem darum, Grenzen auszuloten“, meint Frey. „Zu schauen, wie weit man gehen kann.“

Die beiden Physiotherapeuten lernten einander vor zwei Jahren bei einem 24-Stunden-Rennen in Hitzendorf (Steiermark) kennen. Weil 24 Stunden für die beiden Extremsportler noch nicht genug sind, wagen sie sich nun über die nächste Hürde: ein Nonstop-Mehr-Tages-Rennen. Beim Race Around Austria wird die österreichische Grenze abgefahren. In einem durch, ohne stehen zu bleiben.

Es besteht die Möglichkeit, allein oder in Teams zu fahren. Frey und Schindl werden im Zweierteam antreten und sich im Dreistundentakt ablösen. Richtige Schlafpausen gibt es nicht. Die beiden hoffen so, das Rennen in weniger als vier Tagen zu absolvieren. Derzeit stehen 25 Stunden Sport pro Woche am Programm. An einem normalen Trainingstag fahren sie die Sofienalpenstraße zwölf Mal hinauf und wieder hinunter. Alkohol ist gestrichen. „Ich habe mir auch die Schokolade verboten“, sagt Frey. Trotz des harten Trainings ist Frey begeistert: „Radfahren macht mir immer mehr Spaß. Die Vorstellung der Zieleinfahrt ist, was mich antreibt. Dieser Moment ist unbeschreiblich“, meint Frey. „Beim letzten 24-Stunden-Rennen hatte ich bei der ganzen letzte Runde Tränen in den Augen, weil ich so überwältigt war.“

Motivation

„Man braucht schon einen gewissen Masochismus, so hart zu sich zu sein“, gibt Dominik zu. Es helfe, nicht allein ins Rennen zu gehen. „Wenn man weiß, dass es nicht nur um einen selbst, sondern um das Team geht, dann gibt man noch viel weniger auf.“ Frey dazu: „Aber wir können uns schon gut pushen. Das ist wichtig.“

Derzeit geht in den Vereinigten Staaten gerade das Vorbild-Rennen Race Across America über die Bühne. Dabei wird in einem durch von der West- zur Ostküste geradelt, Die Strecke ist doppelt so lang wie bei dem österreichischen Pendant, mit 20.000 Höhenmeter zusätzlich „Das sind noch einmal andere Dimensionen“, meint Frey. „Dagegen kommen wir uns vor wie Kinder auf Schulausflug.“

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