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Graz
07/16/2013

Polizei schnappt Taschendieb-Bande

Fünf Männer aus Rumänien in Haft - Verdächtige hatten meist in öffentlichen Verkehrsmitteln zugeschlagen.

Der Grazer Polizei ist es gelungen, eine europaweit agierende Diebesbande auszuforschen und fünf mutmaßliche Mitglieder festzunehmen. Die Männer - sie sind im Alter zwischen 40 und 48 Jahren und stammen aus Rumänien - haben sich vor allem auf ältere Opfer spezialisiert und waren in öffentlichen Verkehrsmitteln aktiv, so die Landespolizeidirektion Steiermark am Dienstag. Die Ermittler gehen davon aus, dass es noch etliche weitere Bandenmitglieder gibt und arbeitet bei der Suche mit anderen europäischen Polizeibehörden zusammen.

Der Schlag gegen die Bande war Kriminalbeamten des Stadtpolizeikommandos Graz gelungen: Fünf Verdächtige sitzen in Haft, sie wurden am vergangenen Samstag in aller Früh in ihrer Grazer Unterkunft festgenommen, wie die Polizei auf Anfrage der APA mitteilte. Man geht von etwa zehn Mitgliedern aus. Nach vorläufigem Ermittlungsstand haben die Männer seit September 2012 zumindest 150 Taschen- und Trickdiebstähle begangen. Der dadurch verursachte Schaden ist derzeit noch unbekannt.

Meist betagte Opfer

Bei der Polizei war man einigen Anzeigen nachgegangen, wonach die vorerst unbekannten Täter ihre zumeist betagten Opfer in Bussen und Straßenbahnen im Raum Graz bestohlen hatten. Schließlich wurde ein Verdächtiger observiert, über diesen kamen die Beamten zu den anderen Verdächtigen. Die Tätergruppe war - wie Mitglieder in den Verhören zugaben - seit etwa zwei Jahrzehnte lang in unterschiedlicher Zusammensetzung in mehreren europäischen Staaten "aktiv" gewesen.

Aufgrund von Geständnissen einzelner Bandenmitglieder dürfte die Anzahl der verübten Straftaten um ein Vielfaches höher als derzeit bekannt sein. Eine Ursache dürfte darin liegen, dass die gestohlenen Geldbörsen, nachdem das Bargeld entnommen worden war, wieder gut auffindbar in den Haltestellenbereichen abgelegt wurden. Viele Opfer fanden dann ihre Brieftaschen und dürften deshalb keine Anzeige erstattet haben. Tatorte waren in der Regel öffentliche Verkehrsmittel. Allerdings wurden die meist älteren Opfer auch in Geldinstituten bei Behebungen beobachtet und anschließend auf der Straße oder in Geschäften bestohlen. Auch in diesen Fällen dürften viele Opfer aufgrund von Scham keine Anzeige erstattet haben.

Die gestohlenen Geldbeträge wurden an in Rumänien lebende Familienmitglieder der Bande überwiesen. Zur Ausforschung der derzeit vermutlich in anderen europäischen Ländern aufhältigen weiteren Bandenmitglieder seien noch umfangreiche Ermittlungen erforderlich, hieß es seitens der Polizei. Die in Graz Verhafteten wurden in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert.

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