Chronik | Österreich
19.01.2018

Graz: 39-Jähriger wegen Vergewaltigung zu sechs Jahren Haft verurteilt

Eine Tat gestand der Rumäne, eine Zweite stritt er allerdings ab. Urteil nicht rechtskräftig.

Ein 39-Jähriger ist am Freitag im Grazer Straflandesgericht wegen Vergewaltigung zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Er soll im Oktober 2017 eine Bekannte an einer Tankstelle in sein Auto gelockt und dann in einem Wald missbraucht haben. Der Angeklagte war dazu geständig, einen weiteren Missbrauch der 18-Jährigen ein paar Monate vorher leugnete er.

Der Rumäne hatte die Tat zugegeben und als "schweren Fehler" bezeichnet. Was er dagegen leugnete, war ein weiterer Vorfall, der sich im Juni 2017 ereignet haben soll. Damals hatte er laut Anklage das völlig betrunkene und unter Drogen stehende Mädchen missbraucht, während ein Bekannter zugesehen haben soll. Der Angeklagte selbst hatte der 18-Jährigen davon erzählt, das Opfer hatte keinerlei Erinnerung daran.

Der Schöffensenat ging davon aus, dass der 39-Jährige beide Taten begangen hat und verurteilte ihn zu sechs Jahren Haft. Der zweite Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe von 720 Euro und vier Monaten bedingt verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.