Gemeinderat Alexander Ofer von den "Inn Piraten" wird wegen Drogenhandels angeklagt

© piratenpartei/Piratenpartei

Tirol
03/10/2015

Gemeinderat will trotz Anklage Drogen verkaufen

Innsbruck. "Inn Piraten" arbeiten an Hanfbank.

von Christian Willim

Es drohen bis zu zehn Jahre Haft. Doch der Innsbrucker Gemeinderats-Abgeordnete Alexander Ofer und sein Ersatz, Heinrich Stemeseder, geben sich scheinbar unbeeindruckt. Auf der Homepage ihrer Partei heißt es weiterhin: "Inn Piraten entkriminalisieren Kiffer." Auch die Anmeldung für eine angebliche medizinischen Studie, deren Probanden "legal Cannabis konsumieren und auch von uns beziehen oder anbauen" dürften, ist weiter freigeschaltet.

Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat inzwischen die Anklage gegen die beiden Kommunalpolitiker fertig gestellt, wie die Tiroler Tageszeitung berichtet. Es geht um den Vorwurf des Suchtgift-handels. "Ich werde weitermachen", sagt indes Ofer zum KURIER. Er wolle für sein Projekt "THC4all" eine Aktiengesellschaft in den USA gründen, über die eine "Hanfbank" den Marihuanavertrieb abwickeln soll.

Wie berichtet, hat die Polizei im vergangenen November rund 2,7 Kilo Cannabis sichergestellt, die Ofer in einem Safe in seiner Wohnung gelagert hatte. Zum "Eigenbedarf" wie der versichert. Für die "Inn Piraten", die längst von der österreichischen Piratenpartei ausgeschlossen wurden, gilt die Unschuldsvermutung – auch für einen Betrugsvorwurf, den die Anklage gegen Ofer zusätzlich erhebt.

Lust auf Bürgermeister

Von einem Bekannten hat er, wie der KURIER bereits im Jänner berichtet hat, für ein soziales Wohnbauprojekt 150.000 Euro erhalten. Einen Großteil des Geldes soll der "Inn Pirat" für den Kauf von Rauchmitteln verbraucht haben. Ofer sieht sich hingegen als "Rufmord"-Opfer und ist überzeugt: "Ich kann trotzdem noch Bürgermeister werden."

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.