Chronik | Österreich
29.11.2017

Geisterfahrt auf Autobahn: Postlerin kommt glimpflich davon

Die Lenkerin des Postautos dürfte ihren Job behalten können. Die Aktion hatte für Empörung gesorgt.

Nachdem eine Postbedienstete Montagfrüh dem Stau auf der Tauernautobahn (A10) bei Pfarrwerfen kurzerhand durch die Rettungsgasse ausweichen wollte und dabei gefilmt wurde, strebt die Post eine innerbetriebliche Lösung an. Das sagt zumindest der Salzburger Postgewerkschafter Kurt Friedl gegenüber dem ORF Salzburg. Er spricht von einer einmaligen Kurzschlusshandlung der Kollegin. "Ich denke, wir können das innerbetrieblich lösen und eine Kündigung der betreffenden Kollegin vermeiden", wird Friedl zitiert.

Empörte Nutzer teilten das Video auf der Facebook-Seite der Post. "Dieses Vorgehen ist natürlich völlig inakzeptabel und absolut unverantwortlich. Wir sind froh, dass dabei niemand zu Schaden gekommen ist. Der Vorfall wird entsprechende Konsequenzen haben", antwortete das Unternehmen nach dem Vorfall.

Für Friedrich Schmidhuber, den Chef der Salzburger Verkehrspolizei, war die Geisterfahrt jedenfalls kein Einzelfall, wie er dem ORF erzählt: "Es ist schon einmal vorgekommen, dass in der Rettungsgasse jemand rückwärts gefahren ist, um über eine nähere Ausfahrt einem Stau zu entkommen. Und aus der Zeit vor vielen Jahren, als es die Rettungsgasse noch gar nicht gab, erinnere ich mich an einen Fall, wo auch jemand im Stau einfach umgedreht hat und versucht hat, zwischen den wartenden Fahrzeugen in die falsche Richtung zu fahren. Diese Vorfälle blieben aber beide ohne Folgen."