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Statistik
06/11/2015

Geburtenbilanz in Österreich wieder positiv

2014 kamen in Österreich 81.722 Kinder zur Welt. Bevölkerung in Österreich beträgt 8,6 Millionen.

Erstmals seit 2011 war die Geburtenbilanz im vergangenen Jahr in Österreich wieder positiv. 2014 kamen 81.722 Babys zur Welt, um drei Prozent mehr als 2013. Zugleich wurden 78.252 Sterbefälle verzeichnet, um 1,6 Prozent weniger als im Jahr davor. Die Geburtenbilanz fiel mit einem Plus von 3.470 deutlich positiv aus. Die Zahlen wurden am Donnerstag von der Statistik Austria veröffentlicht.

Steigende Geburtenzahlen sind in allen Bundesländern registriert worden. Den deutlichsten Anstieg registrierte Vorarlberg mit einem Plus von 6,9 Prozent, gefolgt von Salzburg (plus 5,0 Prozent), Oberösterreich (plus 4,8 Prozent) und dem Burgenland (plus 3,4 Prozent). Drei Prozent Zuwachs beim Nachwuchs in Wien entsprachen dem Bundesdurchschnitt. Darunter blieben Niederösterreich (plus 2,3 Prozent), Tirol (plus 1,5 Prozent) sowie Kärnten und die Steiermark (plus 1,0 Prozent).

Gestiegen ist gleichzeitig die Zahl der unehelich geborenen Kinder um 0,3 Prozentpunkte auf 41,7% im Vergleich zu 2013. Am höchsten ist die "Unehelichenquote" in Kärnten und der Steiermark.

Geburtenüberschüsse wurden in vier Bundesländern erzielt: in Wien, Oberösterreich, Tirol, Vorarlberg und Salzburg. In den anderen Bundesländern überwog die Zahl der Sterbefälle. Die Säuglingssterberate lag bei drei Promille und damit zum neunten Mal in Folge unter der Vier-Promille-Marke. Am höchsten ist die Säuglingssterberate in Wien (4,5), am niedrigsten in Vorarlberg (0,7).

8,6 Millionen Österreicher

Am 1. Jänner 2015 lebten 8,584.926 Menschen in Österreich, um 77.140 bzw. 0,91 Prozent mehr als zu Jahresbeginn 2014. Der Bevölkerungszuwachs war damit deutlich höher als im Jahr zuvor (2013: plus 55.926 Personen bzw. 0,66 Prozent). Ausschlaggebend für das starke Wachstum war laut Statistik Austria wie bereits in den Jahren davor die Zuwanderung. Auch die positive Geburtenbilanz trug dazu bei.

Auch im ersten Quartal 2015 wuchs die Bevölkerung Österreichs weiter. Nach vorläufigen Ergebnissen stieg die Einwohnerzahl bis 1. April 2015 um weitere 17.186 Personen auf 8,602.112 Menschen an, teilte die Statistik Austria am Donnerstag mit.

In Wien lebten am 1. Jänner dieses Jahres 1,797.337 Menschen, um 30.591 Personen bzw. 1,73 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit fiel der Bevölkerungszuwachs in der Bundeshauptstadt 2014 fast doppelt so hoch aus wie im Österreich-Durchschnitt. Ein leicht überdurchschnittliches Wachstum verzeichnete auch Tirol (plus 0,94 Prozent). Etwas geringer war der Einwohneranstieg in Vorarlberg (plus 0,88 Prozent), Oberösterreich (plus 0,83 Prozent), Salzburg (plus 0,81 Prozent), Niederösterreich (plus 0,69 Prozent) und der Steiermark (plus 0,52 Prozent). Die verhältnismäßig geringsten Zuwächse verzeichneten das Burgenland (plus 0,33 Prozent) und Kärnten (plus 0,32 Prozent).

Innsbruck und Linz wachsen stärker als Wien

Auf regionaler Ebene verbuchten vor allem die Landeshauptstädte die größten Bevölkerungszuwächse. Spitzenreiter waren Innsbruck (plus 1,92 Prozent) und Linz (plus 1,86 Prozent), die sogar einen stärkeren Einwohneranstieg als Wien verzeichneten. Auch Graz (plus 1,56 Prozent), Eisenstadt (plus 1,33 Prozent), Klagenfurt (plus 1,28 Prozent), Salzburg (plus 1,22 Prozent) und Sankt Pölten (plus 1,15 Prozent) lagen deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Darüber hinaus verzeichneten nach Angaben der Statistik Austria vor allem die Umlandbezirke der Landeshauptstädte sowie die meisten Bezirke in der Ostregion Österreichs besonders hohe Bevölkerungsgewinne.

Bevölkerungsverluste gab es 2014 hingegen vor allem in inneralpinen und peripheren Regionen, so zum Beispiel im Südburgenland, dem Waldviertel und der Obersteiermark, in Osttirol sowie in einigen Bezirken Kärntens. Die größten Einwohnerrückgänge verzeichneten die Bezirke Jennersdorf (minus 0,93 Prozent), Murau (minus 0,87 Prozent) und Güssing (minus 0,46 Prozent).

Am 1. Jänner 2015 lebten in Österreich 1.686.931 Kinder und Jugendliche unter 20 Jahren (19,6 Prozent der Gesamtbevölkerung). 5.314.067 Personen (61,9 Prozent) waren im Haupterwerbsalter von 20 bis unter 65 Jahren und 1.583.928 Menschen (18,5 Prozent) waren 65 Jahre oder älter. Verglichen mit dem Vorjahr ging die Zahl der Unter-20-Jährigen um 2.017 Personen zurück, während sich gleichzeitig sowohl die Zahl der 20- bis 64-Jährigen (plus 51.887) als auch jene der Menschen im Pensionsalter (plus 27.270) erhöhte.

1.403 Menschen - 242 Männer und 1.161 Frauen - waren am 1. Jänner mindestens 100 Jahre alt. Damit erhöhte sich die Zahl der 100- und Mehrjährigen gegenüber dem Vorjahr um 32 Personen. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung lag zu Beginn des Jahres 2015 bei 42,3 Jahren, um 0,1 Jahre höher als im Vorjahr und um zwei Jahre höher als noch vor zehn Jahren.