Chronik | Österreich
25.02.2015

Frohnleiten: 800 Tonnen Schutt werden weggeräumt

Die eingestürzte Brücke wird abgetragen. Brucker Schnellstraße wieder für Verkehr geöffnet.

Vor allem Vertreter der ÖBB schauen gespannt in Richtung Frohnleiten und auf den Hydromeißel, der seit gestern im Einsatz ist: Die Aufräumarbeiten nach dem Brückeneinsturz am Samstag haben begonnen. 800 Tonnen schwer ist das Teilstück, das zertrümmert werden muss. Bagger und Lkw schaffen den Schutt danach weg.

Seitens der Baufirma heißt es, man hoffe, damit "spätestens Mitte nächster Woche" fertig zu sein. Davon hängt es ab, wann die gesperrte Bahnstrecke wieder freigegeben wird: Die ÖBB können erst mit der Sanierung des Gleiskörpers beginnen, wenn sämtliche Reste der Brücke entfernt sind.

"Wir hoffen, dass das Abbruch-Konzept so schnell wie möglich funktioniert", betont ÖBB-Sprecher Christoph Posch. "Dann können wir mit den Instandsetzungsmaßnahmen beginnen."

In diesem Punkt ist derzeit aber noch offen, wie lange die ÖBB für die Reparaturen brauchen. Die Gleise sind auf rund 50 Metern verlegt. Deshalb konnte noch kein Experte überprüfen, wie schwer die Schäden am Unterbau der Schienen sind. Zu Wochenbeginn wurde mit einer Sperre der Bahnverbindung bis in die zweite Märzwoche gerechnet.

Seit gestern ist die Brucker Schnellstraße wieder für den Verkehr geöffnet. Sie wurde gesperrt, weil die Gefahr bestand, dass der abgestürzte Brückenteil weiter abrutschen und den Pfeiler der bestehenden Brücke beschädigen könnte. Das Stück wurde so stabilisiert, dass dies nicht mehr passieren kann.