Chronik | Österreich
02.03.2018

Flüchtlinge irrten bei klirrender Kälte barfuß auf der A2 umher

Ein Mitarbeiter der Asfinag entdeckte die fünf Personen und brachte sie ins Warme.

Der Asfinag-Mitarbeiter, Christian Konrad, hat Freitagfrüh auf der Südautobahn (A2) nahe Graz fünf Flüchtlinge von der Autobahn gerettet. Die drei Männer und zwei Frauen waren bei klirrender Kälte teils barfuß unterwegs. "Die fünf Personen dürften aus dem Iran und Pakistan kommen und sollen in Serbien gewesen sein. Sie wurden vermutlich mit einem Lkw nach Österreich geschleppt", sagte der Sprecher der steirischen Polizei, Leo Josefus.

Die fünf umherirrenden Personen fielen Konrad auf dem Weg zum Rastplatz Laßnitzhöhe auf. Sie wirkten auf den 34-Jährigen orientierungslos, außerdem waren drei Personen ohne Schuhe unterwegs. Der Steirer gab ihnen mit Handzeichen zu verstehen, dass er sie in Sicherheit bringen würde und ließ zwei Frauen schließlich in sein Fahrzeug einsteigen. Die über die Autobahnmeisterei alarmierte Autobahnpolizei brachte dann auch die übrigen Personen ins Warme, wie ein Sprecher der Asfinag schilderte.

Laut Polizei haben die Flüchtlinge um Asyl angesucht und wurden Freitagmittag noch einvernommen. Bei den Personen handelt es sich um eine 57-jährige Frau mit ihrem Sohn (21 Jahre) und ihrer Tochter (27 Jahre) aus dem Iran. Zudem wurde ein 25-jähriger Iraner und ein männlicher pakistanischer Staatsbürger (25 Jahre) aufgegriffen. Die iranische Familie war ohne Schuhe unterwegs. Die Schuhe waren auf der Flucht völlig nass geworden und wurden unterwegs weggeworfen. Die Ermittlungen nach den Schleppern waren im Laufen.