Chronik | Österreich
17.05.2017

Filialleiter zweigte zehntausende Euro von Grazer Firmenkonto ab

Leitender Angestellter in Personalserviceunternehmen stellte innerhalb von neun Monaten 16 fingierte Rechnungen aus.

Zehntausende Euro soll ein Filialleiter einer Grazer Personalbereitstellungsfirma im vergangenen Jahr abgezweigt haben. Der 36 Jahre alte leitende Angestellte soll laut Polizei fingierte Rechnungen nicht existenter Firmenpartner ausgestellt und die geforderten Beträge auf das Sparbuch seiner Tochter - eine Volksschülerin - überwiesen haben. Der Verdächtige wurde festgenommen.

Dem Mann wird vorgeworfen, dass er zwischen Juni 2016 und Ende März diesen Jahres mehr als ein Dutzend Rechnungen eines nicht existierenden Firmenpartners gestellt hat. Der Unternehmensleitung war bereits Mitte April eine unübliche Sponsorleistung an einen Verein aufgefallen, worauf firmeninterne Nachprüfungen erfolgten, wie es vonseiten des Landeskriminalamtes hieß. Als man auf weitere "Geschäftsvorgänge ohne Bezug zur Wirklichkeit" in der Höhe von insgesamt mehreren zehntausend Euro stieß, wurde der in der Südsteiermark lebende Filialleiter gekündigt und angezeigt.

Auf das Konto der Tochter überwiesen

Insgesamt seien 16 Überweisungen aufgrund fingierter Rechnungen erfolgt: Der Steirer hatte die Firmengelder auf das Konto seiner kleinen Tochter überwiesen und bald auch wieder von dort behoben. Mit dem Geld habe er "größere private Anschaffungen" und Urlaube finanziert. Der Tatverdächtige wurde vorerst festgenommen und werde nach Abschluss der Ermittlungen in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert, hieß es vonseiten der Polizei.