Im Fokus: Ein Staatsanwalt in Graz verantwortete die Anti-Terror-Aktion. Er soll unter Polizeischutz stehen.

© APA/ERWIN SCHERIAU

Chronik | Österreich
09/10/2016

Feuer in Gefängniszelle: Häftling stationär in Klinik

Ein 17-Jähriger schmuggelte ein Feuerzeug in die Justizanstalt Graz-Jakomini und zündete eine Matratze an.

In der Justizanstalt Graz-Jakomini ist es am Donnerstag zu einem Brand in einer Zelle gekommen. Laut einem Bericht der Kronen Zeitung schmuggelte ein 17-jähriger Afghane ein Feuerzeug hinein und zündete die Matratze an. Er wurde wegen schwerer psychischer Probleme infolge der Flucht stationär im Landeskrankenhaus Graz Süd-West aufgenommen, sagte ein Sprecher der Klinik am Samstag zur APA.

Körperlich sei der Afghane bei dem Brand unversehrt geblieben. Auch Britta Tichy-Martin, Sprecherin des Justizministeriums, bestätigte das Feuer: "Es ist zu einem Haftraumbrand gekommen, die Betriebsfeuerwehr hat ihn gelöscht." Verletzt worden sei bei dem Vorfall nach vorläufigem Erkenntnisstand niemand. Warum der 17-Jährige inhaftiert war, konnte sie nicht sagen. Auch ob der Jugendliche das Feuerzeug dort haben durfte, war vorerst nicht zu klären.

Untersuchung angekündigt

Der 17-jährige Afghane ist in einem besonders gesicherten Haftraum untergebracht gewesen, in dem er kein Feuerzeug oder andere potenziell gefährliche Gegenstände hätte haben dürfen. Das sagte Britta Tichy-Martin, Sprecherin des Justizministeriums, am Samstag zur APA. Es werde eine Untersuchung geben, um zu klären, warum er es bei sich hatte.

"Das müssen wir uns anschauen", so Tichy-Martin. Fünf Beamte - drei Frauen und zwei Männer - hätten das Feuer jedenfalls sehr schnell bemerkt und den Jugendlichen aus der Zelle geholt. "Das hat ihm das Leben gerettet."