Chronik | Österreich
27.11.2017

Fehlalarm: Große Suchaktion nach vermisster Person am Bodensee

Eine 22-Jähriger hörte Geräusch als wäre jemand ins Wasser gefallen. 70 Einsatzkräfte beteiligten sich an Suche.

Wahrscheinlich ein Fehlalarm hat am späten Sonntagnachmittag am Bodensee in Bregenz eine großangelegte Suchaktion ausgelöst. Ein 22 Jahre alter Mann hatte die Polizei alarmiert, weil er ein Geräusch gehört hatte, das klang, als wäre jemand ins Wasser gestürzt. Neben der Wasserrettung, der Feuerwehr und der Polizei suchte auch eine Drohne den Bodensee in der Nähe der Seepromenade ab.

Keinen Sturz gesehen

Der 22-Jährige wurde Polizeiangaben zufolge gegen 18.00 Uhr auf der Bregenzer Seepromenade von einem unbekannten Mann angesprochen und beschimpft. Es folgten Handgreiflichkeiten, wobei der 22-Jährige seinem Widersacher einen Faustschlag ins Gesicht versetzte und anschließend in Richtung Bahnhof flüchtete. Während er rannte, meinte der Mann, ein Geräusch gehört zu haben, als wäre eine Person ins Wasser gefallen. Dass jemand tatsächlich in den Bodensee stürzte, sah der Mann jedoch nicht.

Der 22-Jährige informierte die Polizei, die umgehend eine Suchaktion einleitete. Gegen 21.00 Uhr wurde diese ohne Erfolg abgebrochen. Laut Exekutive sei nicht davon auszugehen, dass tatsächlich eine Person ins Wasser stürzte. Die Identität des Mannes, der den 22-Jährigen anpöbelte, war am Montagvormittag noch nicht bekannt. Insgesamt beteiligten sich an der Suche rund 70 Einsatzkräfte.