Chronik | Österreich
05.12.2017

Fall Lucile: Gutachter rät zu Einweisung von Catalin C.

Der Angeklagte wird als gefährlich eingestuft.

Teilnahmslos und ohne jegliche Gefühlsregung hat sich Catalin C. bislang in dem Prozess im Fall Carolin G. gezeigt. Der 40-Jährige ist im deutschen Freiburg wegen Mord und schwerer Vergewaltigung an einer Joggerin angeklagt. Die Tat hat er gestanden, den Mord an Lucile K. in Kufstein soll der Rumäne zumindest gegenüber dem psychiatrischen Gutachter in dem Fall, Peter Winckler, zugegeben haben.

Der war am Dienstag erneut am Wort und hat sich dabei für eine Sicherungsverwahrung ausgesprochen. Es bestehe Wiederholungsgefahr, sagte der Sachverständige. Zudem sei der Mann voll schuldfähig. Winckler warnte, es könne von dem Angeklagten jederzeit, unvermittelt und ohne äußere Anzeichen Gewalt ausgehen.

Der Lastwagenfahrer und Vater von drei Kindern habe bei den Befragungen keine Gefühle und keine Anteilnahme gezeigt. "Er hat über den Tatablauf berichtet, als sei es nicht seine Tat", sagte Winckler. Dies sei äußerst ungewöhnlich. Eine psychische Erkrankung oder eine Alkoholsucht gebe es nicht.

Der Gutachter stellte sich damit hinter den Staatsanwalt. Auch dieser strebt eine Sicherungsverwahrung nach einer lebenslangen Haftstrafe an. Eine solche Maßnahme könne in dem Prozess jedoch nur unter Vorbehalt angeordnet werden, sagte ein Gerichtssprecher. Zunächst müsse der Prozess zu dem Mord in Kufstein abgewartet werden.