Chronik | Österreich
27.03.2017

Fall einer abgängigen Mutter in Tirol: U-Haft aufgehoben

Tatverdacht wurde laut Staatsanwaltschaft bei Haftverhandlung nicht mehr als dringend beurteilt.

Im Fall einer seit 2. Februar abgängigen 26-jährigen zweifachen Mutter in Tirol ist die Untersuchungshaft gegen den wegen Mordverdachts festgenommenen nahen Angehörigen aufgehoben worden. Dies sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der APA.

Das Gericht habe den Tatverdacht bei der Haftverhandlung zwar bejaht, aber nicht mehr als dringend beurteilt, berichtete der Sprecher. Es würden zwar Indizien gegen den Mann vorliegen, aber diese reichten nicht für eine für eine für den dringenden Tatverdacht notwendige überwiegende Wahrscheinlichkeit aus.

Der nahe Angehörige war vor 15 Tagen festgenommen worden. Das genaue Verwandtschaftsverhältnis wollte die Anklagebehörde nicht bekannt geben.

Die Ermittler gingen in dem Fall davon aus, dass die in Wörgl (Bezirk Kufstein) lebende 26-Jährige "nicht freiwillig verschwunden" ist. Man müsse auch damit rechnen, dass sie nicht mehr am Leben ist. Bis dato gab es keine Spur von der Vermissten.

Zuletzt suchte die Polizei Zeugen, die am 2. Februar in der Zeit zwischen 18.00 Uhr und 22.00 Uhr ein schwarzes Taxi mit Kitzbüheler Kennzeichen, Mercedes Viano, im Bereich Langkampfen, Niederndorf, Breitenbach oder Brixlegg im Bezirk Kufstein gesehen haben. Zunächst gingen aber keine Hinweise aus der Bevölkerung ein.

Die serbischstämmige Frau war am 2. Februar nach der Arbeit nicht mehr nach Hause gekommen. Die Anklagebehörde ging davon aus, dass der Beschuldigte die Frau von der Arbeit abgeholt hatte.