Fall Dr. L.: Kinder zeigen Richter und Ankläger an

AMOKFAHRT IN GRAZ: PROZESSAUFTAKT
Foto: APA/ERWIN SCHERIAU/APA-POOL Der Mediziner wurde in erster Instanz freigesprochen

Nach (nicht rechtskräftigem) Freispruch für Arzt folgt Sachverhaltsdarstellung.

 "Wir sind Kinder und Opfer des beschuldigten Arztes", beginnen die Steirer ihre Sachverhaltsdarstellungen an die Justiz: Die drei Töchter und der Sohn, die von ihrem Vater als Kinder gequält worden sein sollen, zeigten einen Grazer Richter und einen Staatsanwalt bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft an.

Bereits gleich nach dem (nicht rechtskräftigen) Freispruch gegen ihren Vater Eduard stellten Stefanie, Madlen, Miriam und Josef L. so eine Anzeige in den Raum. Sie befinden, dass das Verhalten von Erstrichter Andreas Rom "vor und während der Hauptverhandlung nicht rechtlich nachvollziehbar" gewesen sei: Unter anderem habe er Taggebucheintragungen von Madlen "nicht berücksichtigt".

Bezogen auf Ankläger Christian Kroschl schreiben die Kinder, dass dessen Verhalten "über weite Teile in diesem Ermittlungsverfahren nicht nachvollziehbar" gewesen sei: So habe er Belastungszeugen nicht für die Verhandlung beantragt.

Die Richtervereinigung hat dafür kein Verständnis. "Es ist nicht in Ordnung, so scharf zu schießen", kritisierte Präsident Werner Zinkl schon im September die "unqualifizierten Vorwürfe".

(kurier) Erstellt am
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