Chronik | Österreich
19.11.2017

Fachhochschule macht Elite-Polizisten fit für den Einsatz

Cobra und Wega-Beamte werden über fünf Jahre sportmedizinisch und trainingswissenschaftlich begleitet. Die Tests finden im Sportlabor der FH Wiener Neustadt statt.

"Bei Profisportlern geht es bestenfalls um eine Olympia-Medaille, bei den Einsatzkräften geht es allerdings um ihr Leben". Der Fakultätsleiter für den Bereich Sport der Fachhochschule (FH) Wiener Neustadt, Alfred Nimmerrichter, soll Österreichs Polizei noch einsatzfähiger machen.

Durch eine Kooperation zwischen der FH und dem Innenministerium werden die Sondereinheiten in den nächsten fünf Jahren sportmedizinisch und trainingswissenschaftlich begleitet.

Am Freitag haben Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) und die Verantwortlichen der FH das wissenschaftliche Projekt vorgestellt. Fünf Jahre lang werden 220 Beamte der Sondereinheiten Cobra und Wega, sowie einige Polizei-Leistungssportler im Sportlabor der FH sportmedizinischen Tests und Analysen unterzogen.

Anhand der Ergebnisse wird es individuelle Empfehlungen für ein effizienteres Training der Beamten geben. Sobotka erwartet sich davon ein geringes Verletzungsrisikos und eine Reduktion der Krankenstandstage der Polizisten. „Die Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Wiener Neustadt gibt uns die Sicherheit, am neuesten Stand der Forschung zu sein, wie auch Ausbildung auf höchstem Niveau zu erfahren. Erst durch die wissenschaftliche Begleitung des Trainings von Sondereinheiten ist eine stetige Weiterentwicklung möglich. Wir erwarten uns durch die Analyse neue Erkenntnisse im Bereich des speziellen Trainings für Sondereinsatzkräfte und hoffen, so in Zukunft auch Verletzungen im Rahmen der Ausbildung vermeiden zu können“, so Innenminister Wolfgang Sobotka. Bevor das Projekt im Jänner startet, wird das Sportlabor mit modernen Diagnostikgeräten ausgebaut.