Drama um ein junges Paar

Deutsche Tourengeher im Karwendel von Lawine verschüttet: Er tot, sie vermisst

Es hätte ein gemeinsames, großes Abenteuer werden sollen; es wurde eine Reise ohne Wiederkehr. Sie endete als Nummer 18 und 19 in der Statistik der heurigen Lawinentoten.

Am Montag waren ein 29-Jähriger und seine 28-jährige Begleiterin aus Bayern zu einer Karwendel-Durchquerung aufgebrochen. Eine nicht ungefährliche Tour, denn das Gebiet ist abgelegen und im Winter unbewirtschaftet. Proviant muss man selbst mitbringen. Aus einem Hütteneintrag weiß man, dass die Bayern zuletzt im Winterraum der geschlossenen Pfeishütte nächtigten. Das war am Dienstag.

Weil sich die beiden nicht wie ausgemacht am Freitag telefonisch meldeten, schlugen die Angehörigen Alarm, doch vorerst fand die Polizei nur das Auto der beiden am Parkplatz. Bei einem Suchflug entdeckte man am Samstag einen Rucksack auf einem Lawinenkegel. Wenig später gruben Helfer den 29-Jährigen tot aus. Starker Schneefall zwang die Suchmannschaft dann, den Einsatz abzubrechen.

Suche fortgesetzt

Am Sonntag nahmen 28 Mann von Bergrettung, Alpinpolizei und Lawinenstaffel die Suche nach der jungen Frau wieder auf – ohne Hoffnung, sie lebend zu bergen. „Wir gehen davon aus, dass die beiden bereits am Mittwoch verschüttet wurden“, sagt Peter Tennhalter, der Polizeikommandant von Seefeld, dem KURIER. Die Lawine habe ein Größe von 70 mal 40 Meter gehabt. Tennhalter: „Die Frau kann bis zu zehn Meter tief liegen.“

( Kurier ) Erstellt am 10.03.2013