Chronik | Österreich
07.02.2018

Der angekündigte Schnee überraschte doch viele

In Kärnten kam ein Bus von der Fahrbahn ab © Bild: FF St Martin/Feldkirchen

Auf der Pack hingen Lkw fest, in Graz kamen Räumfahrzeuge kaum durch, in Kärnten rutschte Schülerbus ab.

Ein Wintereinbruch mitten im Winter, noch dazu seit Tagen prognostiziert – das kann dennoch immer wieder überraschen. So wirken jedenfalls die Bilder von Mittwochfrüh: Da hingen etwa im Packabschnitt zwischen Kärnten und der Steiermark Dutzende Lkw fest, viele mit Sommerreifen. 120 standen letztlich bis zum Vormittag still.

Glimpflich endete glücklicherweise ein Zwischenfall im Kärntner Feldkirchen: Ein Bus mit 60 Schülern an Bord rutschte von der Fahrbahn über die Böschung – verletzt wurde jedoch niemand. Die Volksschüler wurden mit einem Ersatzbus weiter transportiert.

Zwei Todesopfer

Allerdings gab es aufgrund der Wetterverhältnisse auch tragische Unfälle: In Niederösterreich verloren zwei Lenker die Kontrolle über ihre Autos und starben bei Zusammenstößen.

Auch in Graz gab es Probleme im Verkehr: 60 Räumfahrzeuge waren unterwegs, oftmals theoretisch sie standen nämlich selbst teilweise im Stau. Der Plabutschtunnel war zeitweise gesperrt, die Ausweichstrecken entsprechend überlastet. Das traf dann auch die Fahrgäste der Linienbusse, die Öffis hatten Verspätungen von bis zu 40 Minuten. Für Wirbel anderer Art sorgte ein bisher Unbekannter, der auf dem Grazer Hauptplatz ein Zeichen in den Schnee malte - ausgerechnet ein Hakenkreuz. Die Polizei ermittelt.

Von der West- bis zur Oststeiermark waren rund 1200 Feuerwehrleute im Dauerdienst. Sie mussten Dutzende Autos nach Auffahrunfällen flott machen. Vor allem auf der Südautobahn waren die Fahrbahnen zu Tagesbeginn schneebedeckt, aber auch auf der Pyhrnautobahn Richtung Graz gab es Kolonnenverkehr im dichten Schneetreiben. In Kärnten wurden vier Menschen bei Unfällen im Schneematsch verletzt: In Velden etwa kam ein Lenker mit dem Pkw ins Rutschen und stieß eine 17-Jährige nieder.

Laut Meteorologen ist aber Entspannung in Sicht. Es bleibt bis zum Wochenende zwar kalt, allzu viel Neuschnee wird aber nicht mehr erwartet.

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