Chronik | Österreich
10.08.2017

Campingplatz in Kärnten wegen Unwetterfront evakuiert

Drei Personen, darunter ein Kind, wurden durch herabfallende Äste leicht verletzt.

Eine weitere Unwetterfront mit heftigen Sturmböen hat am frühen Donnerstagabend Schäden in Kärnten angerichtet. Auf einem Campingplatz in Möllbrücke (Bezirk Spittal) wurden laut Polizei einige Wohnwägen umgeworfen. Drei Personen, davon ein Kind, wurden von herabfallenden Ästen leicht verletzt, berichtete das Rote Kreuz. Der Campingplatz musste evakuiert werden, etwa 50 Personen waren betroffen.

Das Rote Kreuz war mit zwölf Katastrophenhelfern und weiteren Mitarbeitern des Kriseninterventionsteams vor Ort. Ein Notquartier wurde mit Feldbetten ausgestattet. Laut Hermann Maier von der Landesalarm- und Warnzentrale Kärnten gab es am Donnerstagabend rund 200 Feuerwehreinsätze in Kärnten, vor allem waren die Bezirke Hermagor und Spittal betroffen.

Im Gemeindegebiet von Lurnfeld und Sachsenburg (ebenfalls Bezirk Spittal) wurden mehrere Hausdächer abgetragen oder stark beschädigt, Bäume wurden entwurzelt. Mehrere Autos wurden von umstürzenden Bäumen und anderen Gegenständen beschädigt, Elektroleitungen wurden abgerissen, Verkehrszeichen und Zäune stark beschädigt, berichtete die Polizei.

Der ÖAMTC teilte in einer Aussendung mit, dass am Abend die Stockenboier Landesstraße (L32) und die Fachensee Landesstraße (L34) wegen Muren bzw. umgestürzter Bäume nicht passierbar waren. Auch in Tirol und Salzburg sorgten die Unwetter für Verkehrsbehinderungen. Die Brenner Straße (B182) durch das Tiroler Wipptal wurde wegen Muren gesperrt, ebenso die Ellbögener Landesstraße (L38) bei Ellbögen. Der Verkehr wurde über die Brenner Autobahn (A13) umgeleitet. In Salzburg war die Muhrer Gemeindestraße betroffen. Die Tauernautobahn (A10) am Nachmittag bei Zederhaus in Fahrtrichtung Norden überschwemmt und gesperrt worden. Bis zum Abend war sie aber wieder frei befahrbar.