Chronik | Österreich
10.12.2017

Bürgermeisterwahl Salzburg: Ein frostiges "Finale"

Dabei wurden mehr Wahlkarten ausgegeben als beim ersten Urnengang vor zwei Wochen.

Bei frostigen Temperaturen hat am Sonntag um 7.00 Uhr das "Finale" der Bürgermeisterwahl in der Stadt Salzburg begonnen. Im letzten Rennen stehen der interimistische Stadtchef Vbgm. Harald Preuner (ÖVP) und der SPÖ-Klubvorsitzende Bernhard Auinger, die beim ersten Urnengang vor zwei Wochen die meisten Stimmen erreicht haben. Das Ergebnis soll heute bis 20.00 Uhr feststehen.

Preuner erhielt am 26. November 35,01 Prozent der Stimmen, Auinger kam auf 31,88 Prozent. Die große Unbekannte bleibt auch heute die Wahlbeteiligung, die vor zwei Wochen mit 43,8 Prozent den bisherigen Tiefstwert (beim ersten Wahlgang) seit Einführung der Bürgermeister-Direktwahl im Jahr 1999 erreicht hat. Bei der Stichwahl 2014 gaben nur mehr 31,2 Prozent der Berechtigten ihre Stimme ab.

Für die heutige Stichwahl hat die Stadt 8.066 Wahlkarten ausgegeben, das waren mehr als für den ersten Urnengang vor zwei Wochen mit 7.593 Wahlkarten. Insgesamt sind heute 113.258 Personen stimmberechtigt, dabei sind die Frauen mit 60.770 klar in der Mehrzahl gegenüber den Männern.

Endergebnis um etwa 20 Uhr

Die Auszählung der Stimmen in den 163 Wahlsprengeln sowie von den "fliegenden" Kommissionen dürfte bis 17.00 Uhr abgeschlossen sein. Sollte das Ergebnis nicht besonders knapp ausfallen, könnte zu diesem Zeitpunkt der künftige Bürgermeister bereits feststehen. Mit dem Briefwahl-Resultat und damit dem vorläufigen Endergebnis ist bis etwa 20.00 Uhr zu rechnen. Die APA wird noch im Lauf der Auszählung über einen ersten Trend berichten. Hochrechnung gibt es keine.

Der neue Bürgermeister regiert nur zunächst nur bis zum Frühjahr 2019. Dann finden in der Landeshauptstadt die nächsten turnusmäßigen Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen statt. Die jetzige Wahl musste wegen des Rücktritts von Langzeit-Stadtchef Heinz Schaden (SPÖ) durchgeführt werden.