Chronik | Österreich
26.11.2017

Brand in ehemaligem Bordell war wohl gelegt

Bei einem leerstehenden Laufhaus in Deutschlandsberg wurde eine explosionsartige Verbrennung durch eine brandbeschleunigende Substanz festgestellt.

Der Brand in einem leer stehenden, ehemaligen Bordell in der Nacht auf Samstag in Deutschlandsberg dürfte vorsätzlich verursacht worden sein. Dies ergaben die ersten Erhebungen der Brandursachenermittler. Die explosionsartige Verbrennung sei auf große Mengen einer brandbeschleunigenden Substanz, die zuvor verschüttet wurde, zurückzuführen, hieß es am Sonntag.

Als die Feuerwehr gegen 04.00 Uhr am Samstag bei dem in unmittelbarer Nähe der Koralmtunnel-Baustelle stehenden Gebäude eintraf, schlugen bereits Flammen aus dem Haus. Die Fenster waren zum Teil regelrecht herausgerissen und es herrschte laut dem Abschnittskommandanten Karl Heinz Hörgl "starker Benzingeruch". Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt, es entstand jedoch erheblicher Sachschaden. Die Ermittlungen dauerten am Sonntag noch an.

Im Zuge der Brandursachenermittlung wurde mittlerweile festgestellt, dass sich bisher unbekannte Täter gewaltsam Zutritt zum Gebäude verschafft haben. In allen Räumen seien große Mengen einer brandbeschleunigenden Substanz verschüttet worden. Die Ermittler gehen davon aus, dass das explosive Benzin-Luftgemisch mit einer offenen Flamme entzündet wurde. Die explosionsartige Verbrennung habe dann die Fenster und Türen aus der Verankerung gerissen und die Zwischenwände einstürzen lassen.