Klagenfurter Stadttheater

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Chronik | Österreich
02/05/2016

Bombendrohung gegen Stadtheater: Kein Hinweis auf Täter

Der Anrufer war männlich, Polizei ermittelt wegen "Landzwang".

Das Kärntner Landeskriminalamt hat die Ermittlungen zu der Bombendrohung gegen das Klagenfurter Stadttheater vom Donnerstagabend aufgenommen. "Es gibt noch keinen konkreten Täterhinweis", sagte Polizeisprecher Rainer Dionisio zur APA. Der Anrufer war ein Mann, weitere Details zu der Drohung gibt die Polizei aus kriminaltaktischen Gründen nicht bekannt.

"Es war eine ernst zu nehmende Drohung"

"Es war eine ernst zu nehmende Drohung", sagte der Polizeisprecher. Ermittelt wird nach dem Tatbestand "Landzwang". Paragraf 275 des Strafgesetzbuches bestraft Drohungen gegen die Bevölkerung oder einen großen Personenkreis mit bis zu drei Jahren Haft.

Premiere abgebrochen, Theater geräumt

Die Premierenvorstellung der Puccini-Oper "Madame Butterfly" war wegen der Drohung gegen 21.00 Uhr abgebrochen worden. 850 Personen - Gäste, Ensemblemitglieder und Personal - verließen das Theater. Die Polizei durchsuchte die Räumlichkeiten mit Sprengstoffspürhunden. Die in Sicherheit gebrachten Menschen wärmten sich in einem bereitstehenden Bus der Stadtwerke auf, weil sie bei der Räumung ihre Jacken und Mäntel im Gebäude zurücklassen hatten müssen.

Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) verurteilte in einer Aussendung den "bösen Scherz". Sie lobte die "absolut richtige und professionelle" Reaktion der Polizei und meinte: "Klagenfurt ist eine sichere Stadt, in der man sich voll und ganz auf die Polizei verlassen kann."