Chronik | Österreich
10.07.2017

Bauarbeiten im Deutschen Eck: Verzögerungen im heimischen Zugverkehr

Vom 23. Juli bis 13. August kommt es auf der gesamten Westbahnstrecke zu Verzögerungen.

Gleisbauarbeiten im Deutschen Eck führen vom 23. Juli bis 13. August zu Verspätungen im heimischen Zugverkehr. Betroffen sind alle Verbindungen, die vom Inland über Deutschland wieder nach Österreich führen, sagte ÖBB-Fernverkehrsleiter Kurt Bauer am Montag im Gespräch mit der APA. Kunden sollten sich über den Baustellenfahrplan informieren, die Verzögerungen betragen 15 bis 25 Minuten.

Die Auswirkungen müssen auch bei Fahrten innerhalb von Österreich bedacht werden. Passagiere, die beispielsweise vom Wiener Hauptbahnhof zum Flughafen nach Schwechat wollen, sind ebenfalls betroffen, wenn der Zug zuvor über das Deutsche Eck gefahren ist. Dadurch gibt es während der Zeit der Bauarbeiten keinen Halbstundentakt zum Airport, erläuterte Bauer.

Railjets, die aus Wien und Linz kommen und über Salzburg nach Westösterreich fahren, werden in Tirol etwa 15 bis 20 Minuten und in Vorarlberg circa 20 bis 25 Minuten später ankommen und abfahren. In Zürich werden die Züge rund 30 Minuten später eintreffen. "Kein Zug fährt früher ab", betonte Bauer. "Züge aus Wien mit Endstation in Salzburg oder München sind nicht betroffen."

Aus Vorarlberg, Tirol oder München kommende Railjets nach Linz, St. Pölten, Wien oder Budapest werden in Salzburg etwa 17 Minuten später ankommen und losfahren. Die Ankunft in Wien sowie am Flughafen Wien wird rund 20 Minuten verspätet sein. Bei Fahrten nach Györ und Budapest muss mit einer bis zu 30 Minuten späteren Ankunft gerechnet werden. In Tirol wird es außerdem Verzögerungen im Nahverkehr beziehungsweise einen Schienenersatzverkehr mit Bussen geben.

"Auch Kunden, die ihr Ticket bereits gekauft haben, sollten sich noch einmal über die neuen Fahrpläne informieren", sagte Bauer mit Hinweis auf die Ferienzeit. Geplante Anschlusszüge könnten durch die Verzögerungen nicht erreicht werden. Der Baustellenfahrplan ist seit Montagvormittag abrufbar, genauere Informationen gibt es auf der Webseite oder im Reisezentrum der ÖBB.

"Wir bieten maximale Kulanz", betonte Bauer. Wenn ÖBB-Kunden durch die Verzögerung ihren Anschlusszug verpassen, ein Zug ganz oder auf einer Teilstrecke ausfällt oder mehr als 60 Minuten Verspätung hat, können die Fahrkarten zurückgegeben oder umgetauscht werden. Dies gelte auch für Sparschiene-Tickets.

Vom 23. Juli bis 13. August werden im Abschnitt Prien-Übersee im Deutschen Eck die Gleise erneuert. "Es gibt keine Sperre und keine Umleitung", betonte Bauer. Die Züge kommen aber mit Verspätung wieder an der österreichischen Grenze an. Die Abstimmungen mit der Deutschen Bahn, die die Bauarbeiten durchführt, funktioniert laut dem ÖBB-Fernverkehrsleiter in der Regel gut. Dieses Mal ist sie jedoch "erst verhältnismäßig kurzfristig passiert", sagte Bauer.