Chronik | Österreich
02.07.2017

Bankomatbande gefasst: Statt des Taxis kam der Streifenwagen

Kärntnerin vereitelte Flucht der mutmaßlichen Einbrecher.

Eine Frau vereitelte die Flucht von drei mutmaßlichen Mitgliedern jener Bankomatbande, die in der Nacht zum Samstag ein Geldausgabegerät in Seeboden leer geräumt haben. Die Männer, die zuvor durch Wälder und über Böschungen marschiert waren, wollten Samstagabend lieber mit einem Taxi weiter. In Obervellach baten sie die Kärntnerin in gebrochenem Deutsch, ihnen doch ein Taxi zu bestellen. Sie griff tatsächlich zum Telefon doch sie rief die Polizei.

"Das Taxi , das die Männer dann abgeholt hat, ist in Form von Polizeibeamten gekommen", freute sich Christian Martinz vom Landeskriminalamt über den Erfolg. Die Verdächtigen aus Moldawien und Bulgarien wurden nämlich seit Mitte Juni gesucht: Da sollen sie erstmals zugeschlagen haben, in Treffen bei Villach sollen sie wie jüngst in Seeboden einen Geldautomaten einer Bankfiliale geknackt haben.

In Bachbett versteckt

Diesmal war ihre Flucht nicht erfolgreich. Bereits am Nachmittag fasste die Polizei den mutmaßlichen Chauffeur des Fluchtwagens jener der Männer, die den Coup ausübten. Der Bulgare hatte sich in einem Bachbett in Seeboden versteckt, wurde aber von einem Polizeihund aufgestöbert. Der Fluchtwagen mit moldawischem Kennzeichen war auf ihn zugelassen. Auch die leeren Geldkassetten aus dem Bankomaten waren bei ihm.

Seine Komplizen flüchteten zu Fuß weiter. Sie schlugen sich dabei bis nach Mallnitz und Obervellach durch. Abends ersuchten sie dort eine Kärntnerin, die vor ihrem Haus im Garten stand, ein Taxi zu rufen. Doch sie hielt sie hin und alarmierte die Polizei, da ihr die Männer merkwürdig erschienen.

Die Verdächtigen wurden verhaftet, bei ihnen wurde eine größere Menge Bargeld gefunden.