Auf einer Wiese in einem Garten im brandenburgischen Fürstenwalde (Oder-Spree) erkundet ein Igel das Gelände, aufgenommen am 16.09.2009. Igel rascheln und schnüffeln durch den Garten - immer auf der Suche nach Insekten, Schnecken und Mäusen. Ihre eigentliche Heimat sind die Wälder und Wiesen. Igel sind Einzelgänger, die nachts munter werden und Nahrung suchen. Foto: Patrick Pleul dpa/lbn +++(c) dpa - Bildfunk+++

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Frühlings-Erwachen
04/15/2013

Autofahrer aufgepasst: Die Igel sind wieder unterwegs

Ausgezehrte Tierchen gehen nach langem Winterschlaf wieder auf Nahrungssuche.

Der Frühling ist dieser Tage endlich in Österreich eingekehrt. Das wirkt sich auch in der Tierwelt aus: So erwachen gerade die letzten Igel aus ihrem Winterschlaf - und sie sind nach einem sehr langen Winter äußerst hungrig. Auf der Nahrungssuche überqueren die stachligen Tierchen aber oft auch Straßen. Der Verein "Pfotenhilfe" bittet daher alle Verkehrsteilnehmer, besonders in der Dämmerung aufmerksam zu fahren, um die Igel nicht zu gefährden.

80 Prozent der Igel sterben bereits im ersten Lebensjahr. Neben natürlichen Feinden trägt auch der Straßenverkehr einen beträchtlichen Teil zur hohen Todesrate bei. "Vor allem für männliche Igel stellen Autos ein großes Sicherheitsrisiko dar, weil sie auf der Suche nach Weibchen weite Strecken zurücklegen und dabei auch Straßen überqueren", sagt Sonja Weinand, Sprecherin des Vereins.

In den vergangenen Monaten haben die Igel rund 30 Prozent ihres Körpergewichts verloren. Daher wird nun wieder ordentlich zugelangt. Auf dem Speisezettel der nachtaktiven Allesfresser stehen Regenwürmer, Larven, Schnecken, Spinnen, Käfer und andere Insekten. Wer einen Igel in seinem Garten entdeckt, sollte ihn übrigens nicht mit Milch füttern. Davon bekommen die stachlichen Geschöpfe nämlich Durchfall.

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dpa

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