Demonstrationen gegen den Brenner-Grenzübergang.

© EPA/JAN HETFLEISCH

Österreich / Italien
05/09/2016

Brenner-Demo: Ermittlungen eingeleitet

Bozner Sicherheitskräfte arbeiten mit Tiroler Polizei zusammen, um die Randalierer zu identifizieren.

Die Bozner Polizei führt Ermittlungen zur Identifizierung der Randalierer, die für die Krawalle bei der Demonstration am Brenner am Samstag mit mehreren verletzten Polizisten verantwortlich gemacht werden. Wie der Bozner Polizeichef, Lucio Carluccio, laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA bekannt gab, werden die Ermittlungen in Zusammenarbeit mit der Tiroler Polizei geführt.

23 italienische Polizisten verletzt

Geprüft wurden Videoaufnahmen der Krawalle. An der Demonstration am Brenner beteiligten sich zirka 23100 Demonstranten aus Österreich und Deutschland. Der Angriff vermummter Demonstranten auf die italienischen Sicherheitskräfte sei genau geplant gewesen, berichtete Carluccio. Zirka 300 italienische Sicherheitskräfte waren am Brenner im Einsatz. Der italienische Polizeichef Alessandro Pansa drückte am Wochenende seine Solidarität mit den rund 23 italienischen Polizisten aus, die bei den Krawallen verletzt wurden.

Im Zusammenhang mit den Krawallen sind sechs Italiener festgenommen worden. Bei einer Anhörung vor dem Bozner Gericht weigerten sie sich, Fragen zu beantworten. Rund 30 Anarchisten demonstrierten vor dem Justizpalast für die Freilassung der Festgenommenen.

Bengalische Feuer

Bei der Demonstration am Brenner gegen die von Österreich geplanten Grenzkontrollen ist es am Samstagnachmittag erneut zu Zwischenfällen gekommen. Einige der rund 350 Aktivisten versuchten nahe des Bahnhofs Brenner von der vorgegebenen Route in Richtung Österreichischer Grenze abzuweichen. Sie schleuderten unter anderem bengalische Feuer auf die Polizisten und knallten Böller ab.

Die Carabinieri mussten sich mit Schlagstöcken und Schutzschildern vor den großteils italienischen Linksaktivisten und Anarchisten verteidigen. Vereinzelt lag dichter Rauch in der Luft. Angaben über etwaige Verletzte lagen vorerst nicht vor.

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