Chronik | Österreich
10.08.2017

Aufräumarbeiten nach schweren Unwettern

Erneut suchten Unwetter Teile Kärntens heim. 80 zusätzliche Soldaten für die Obersteiermark. Aufräumarbeiten nach neuerlichen Murenabgängen in Tirol.

In Teilen Kärntens ist es am Mittwochabend erneut zu Unwettern gekommen. Nach Polizeiangaben waren die Gemeinde Straßburg im Bezirk St. Veit an der Glan sowie der Raum Feldkirchen besonders betroffen. Gewitterstürme sorgten dort für umgestürzte Bäume, Dachschäden sowie Feuerwehreinsätze. Personen wurden bei den Vorfällen nicht verletzt.

In Straßburg blockierte ein Baum die Gurktal Bundesstraße (B 93). Während der Baum von Einsatzkräften der Feuerwehr Straßburg entfernt wurde, kam es zu kurzfristigen Verkehrsbehinderungen.

Im Bereich Feldkirchen ging gegen 23.00 Uhr ein Hagelgewitter mit starken Sturmböen nieder. Dabei wurde in Rabensdorf bei einem Einfamilienhaus das gesamte Dach weggerissen. Davonfliegende Teile beschädigten das Dach eines Nachbarhauses. Auf der Ossiachersee Süduferstraße (L 49) stürzte aufgrund des Sturmes ein Baum auf den fahrenden Pkw einer 29-jährigen Lenkerin aus dem Bezirk Feldkirchen. Die Frau blieb unverletzt, am Auto entstand schwerer Sachschaden.

Im Bereich Rennweg wurde die Goggausee Landesstraße (L 80) über eine Länge von rund 20 Metern vermurt. Die Straße musste abgesichert werden und war in diesem Bereich nur erschwert passierbar.

Soldaten räumen in der Obersteiermark auf

Nach den Unwetterschäden in der Obersteiermark wird das Bundesheer mit weiteren Soldaten in den Katastrophengebieten Oberwölz, Oberzeiring und im hinteren Triebental aushelfen. Am Donnerstagnachmittag sollen rund 80 Pioniere vom Pionierbataillon 2 aus Salzburg mit schweren Maschinen im Unwettergebiet eintreffen, teilte das Militärkommando Steiermark am Mittwoch mit.

Die Pioniersoldaten werden zur Wiedererrichtung von zerstörten Brücken, zum Lösen von Verklausungen und für die Errichtung von Hangbefestigungen benötigt. Nach der zusätzlichen Aufstockung werden ab Donnerstag insgesamt rund 220 Soldaten in den Katastrophengebieten in der Steiermark im Einsatz sein.

Schäden und Straßensperren in Tirol

Neuerlich haben Unwetter in der Nacht auf Mittwoch für Murenabgänge und Schäden in Tirol gesorgt. Betroffen waren das Oberland und der Bezirk Innsbruck-Land. Unter anderem musste die Brennerstraße (B182) und die Sellrainstraße (L13) nach Erdrutschen gesperrt werden. Unterbrochen war auch die Brennerbahnstrecke zwischen Innsbruck und Matrei. Im Gschnitztal erfasste eine Mure mehrere Fahrzeuge.