Die Alpenperle auf dem Weißensee in Kärnten.

© /Schifffahrt Müller

Sondertransport auf Reisen
10/11/2014

"Alpenperle" schwimmt endlich im Weißensee

Tausende Menschen begleiteten das Ausflugsschiff auf seinen letzten Metern.

von Thomas Martinz

Am Samstagabend war es so weit: Das Ausflugschiff Alpenperle wurde in den Weißensee „entlassen“. Zwei Wochen war sie von der Werft in Bonn nach Kärnten unterwegs. Bis ins bayerische Passau kam das Gefährt auf dem Wasserweg, dann wurde es auf einem Lkw-Anhänger zum Ziel gezogen.

Triumphfahrt

Die letzte Etappe der „Alpenperle“ auf ihrem Landweg von Hermagor über 25 Kilometer zum Westufer des Weißensees wurde gleichsam zur Triumphfahrt. Auf der B87 durch das Gitschtal säumten tausende Menschen die Straße, am späten Abend sollte das Ausflugsschiff schließlich endlich zu Wasser gelassen werden. Doch alles der Reihe nach.

Nachdem man am Freitag in Kärnten der Volksabstimmung am 10. Oktober 1920 gedachte, hatten alle Schüler frei und Zeit zum „Schifferl-Schaun“, aber auch viele Berufstätige verlängerten das Wochenende, um dem seltenen Schauspiel beizuwohnen. Durch enge Kurven und teilweise über Steigungen von 14 Prozent schlängelte sich der „schwimmende Riese“ zu seinem Ziel, das er zu Mittag erreichte.

Damit war das Tagewerk allerdings noch nicht vollbracht, der 29 Meter lange Koloss musste noch vom Gespann befreit und in sein Element gebracht werden. „Über spezielle Verschubbühnen und Rohre wird das Schiff vom Tieflader auf einen Schlitten gesetzt und in den See geleitet“, erzählte Schiffseigner Christian Müller. Diese Prozedur erwies sich allerdings aufwendiger als erwartet und zog sich bis in die Abendstunden hin. Wegen neuer technischer Probleme und letztlich wegen der hereinbrechenden Dunkelheit musste die Wasserung abgeblasen werden. Die Prozedur soll am Samstag vollzogen werden.

Ohne Steuerhaus

Andere Boote sollen die „Alpenperle“ dann ans gegenüberliegende Ufer zum eigentlichen Bestimmungsort ziehen. „Wir müssen das Schiff mit Sandsäcken beladen, um eine Brücke passieren zu können, die 3,15 Meter hoch ist“, erzählt Müller.

Manövrierfähig wird das Schiff übrigens erst am Samstag sein, wenn ein Kran das Steuerhaus „aufgesetzt“.

Die Schaulustigen, die die Fahrt über 650 Kilometer verfolgten, wunderten sich darüber, dass der Transport ohne Polizeiunterstützung auskam. Als einziger Staat in Europa schaffte Österreich eine solche nämlich vor zehn Jahren ab und übertrug die Abwicklung privaten, beeideten Aufsichtsorganen. „Seit der Einführung der privatwirtschaftlichen Begleitung gab es in Österreich keinen einzigen Unfall mit Beteiligung eines Sondertransports – und das bei 30.000 Sonderfahrten jährlich“, weiß Transportunternehmer Johann Fellner.thomas martinz

Bilder vom Transport der "Alpenperle":

Achtung Foto- Rechte

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