Kletterunfall Oberösterreich

© Martin Trautwein / Bergrettung Grünau

Abgestürzt
08/04/2013

Ein Toter und drei Verletzte bei Kletterunfällen

57-Jähriger stürzte 80 Meter in den Tod. Komplizierter Einsatz für die Bergrettung.

von Christoph Weiermair

Ein fehlender Sicherheitsknoten dürfte am Samstag einem Kletterer aus München auf der Fleischbank im Kaisergebirge in Tirol zum Verhängnis geworden sein. Das Seilende rutschte durch eine Öse, als sich der 57-Jährige abseilte. Er stürzte 80 Meter in die Tiefe und starb. Sein Sohn (28) und zwei weitere Kletterer mussten das Unglück mitansehen.

Vergleichsweise glimpflich endete ein Alpinunfall am Almtaler Köpfl im Toten Gebirge bei Grünau, Oberösterreich, am Samstagnachmittag: Zwei sehr erfahrene Kletterer aus Wels, 49 und 68 Jahre alt, hatten den Gipfel beinahe erreicht, als sich ein Gesteinsblock, an dem sich der 49-Jährige gerade festhielt, plötzlich aus der Wand brach. Der Mann stürzte 14 Meter ab und touchierte dabei mehrmals den Felsen, ehe er im Seil hängen blieb. Sein Kletterpartner seilte den an Kopf, Händen und Beinen Verletzten bis zu seinem Standplatz ab und alarmierte die Einsatzkräfte: „Die Bergung hat wahnsinnig gut funktioniert. Mein Kamerad war binnen zwei Stunden im Krankenhaus. Ihm geht es gut“, sagt der 68-Jährige.

Kompliziert gestaltete sich ein Einsatz der Bergrettung am Hochkesselkopf bei Filzmoos im Salzburger Pongau. Dort war am Samstagnachmittag einem Kletterer aus Linz ein Griff ausgebrochen, der Mann stürzte ab und verletzte sich. Weil eine Taubergung nicht möglich war, wurden zwei Bergretter auf den Gipfel geflogen, um sich zu dem Verunglückten abzuseilen. Zusätzlich stiegen zwei Mann vom Tal zur Unfallstelle auf. Mit Müh und Not brachten die Bergretter den Verletzten auf den Gipfel, wo sie erneut den Rettungshubschrauber anforderten, der den Mann ins UKH Schwarzach flog.

Ebenfalls geborgen werden musste am Samstagnachmittag ein 51-jähriger Deutscher: Er war am Klettersteig „Weiße Gams“ in Weißbach bei Lofer unterwegs, als er abrutschte und kopfüber drei Meter bis zu einer Seilverankerung stürzte. Der Mann wurde an der Schulter verletzt.

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