Chronik | Österreich
08.09.2017

7.100 Mountainbiker mussten 2016 ins Spital

Mehr als 80 Prozent davon sind Männer. KFV: Unfallrisiko der Trendsportart wird unterschätzt.

Im Jahr 2016 haben sich in Österreich rund 7.100 Mountainbiker so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Diese Bilanz legte das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) am Freitag vor. Trotz guter Schutzausrüstung komme es zu schweren Verletzungen, hieß es in der Aussendung weiter.

Deutlich mehr Männer

Mehr als 140.000 aktive Mountainbiker gibt es in Österreich, bei einem Frauenanteil von 25 Prozent. Etwa 85 Prozent der Verletzten sind männlich. Die Altersverteilung der Verunfallten zeigte laut KFV zudem zwei Spitzen - bei den 25 bis 29-Jährigen sowie bei den 50 bis 54-Jährigen. Mountainbike-Touren in der Saison von April bis Oktober führten also umgerechnet mehr als 30 Fahrer pro Tag ins Spital.

Obwohl beim Mountainbiken im Vergleich zu anderen Sportarten großer Wert auf die richtige Schutzausrüstung gelegt werde (rund 90 Prozent tragen einen Schutzhelm, 70 Prozent eine Schutzbrille), sei die Verletzungsschwere bei Mountainbike-Unfällen oft hoch, betonte das KFV. Die häufigsten im Krankenhaus behandelten Verletzungen betreffen die oberen Extremitäten und seien Knochenbrüche: Rund 50 Prozent der verunglückten Mountainbiker brachen sich beispielsweise das Schlüsselbein, die Rippen, die Unterarme oder die Schultern.

Ausrüstung - Planung - Training

Regelmäßiges Training über das ganze Jahr, Aufwärmübungen, gute Tourenplanung und die passende Schutzausrüstung helfen, das Unfall-und Verletzungsrisiko zu minimieren. Auf eine genaue Risikoeinschätzung machte das KFV insbesondere aufmerksam, denn das Unfallrisiko der Sportart werde häufig unterschätzt.