Chronik | Österreich
31.08.2017

3.700 Unfälle mit Elektro-Rädern in Österreich 2016

Der Autofahrerklub bietet extra Kurse für Elektro-Radler an.

Rund 3.700 Unfälle mit E-Bikes gab es 2016 in Österreich, das entspricht zehn Prozent der Radunfälle im Land. Auf den Straßen sind mehr als 300.000 elektrisch betriebene Drahtesel unterwegs, allein 2016 wurden 77.200 verkauft, teilte das oö. Rote Kreuz am Donnerstag in einer Presseaussendung mit. 40 Prozent der Unfälle betreffen die Altersgruppe über 65 Jahren. In Oberösterreich passieren prozentuell mehr Unfälle mit den Elektro-Rädern, 630 waren es 2016, das entspricht laut aktuellen Zahlen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit 17 Prozent aller Radunfälle im Bundesland. Unachtsamkeit und die Fehleinschätzung der eigenen Kräfte seien die Hauptursachen für die Unfälle, hieß es. Aber auch die E-Biker würden laut ÖAMTC von den anderen Verkehrsteilnehmern oft unterschätzt. Sie sind nämlich schneller als herkömmliche Pedalritter unterwegs.

Der Autofahrerklub bietet extra Kurse für Elektro-Radler an. Experten warnen vor den Tücken der E-Bikes. Sie seien schwerer und die Fahrer brauchen mehr Kraft zum Anhalten. Kleine Unachtsamkeiten könnten oft schlimm enden. Besonders häufig seien Arm- und Beinverletzungen, bei den lebensgefährlichen Verletzungen sei jedoch in 70 Prozent der Fälle der Kopf betroffen. Das Rote Kreuz empfiehlt den Radsportlern, ihr Können richtig einzuschätzen und einen Erste Hilfe Kurs - ab 27. September starten solche an jeder Dienststelle - zu besuchen. "Im Fall der Fälle richtig zu handeln, kann unter Umständen ein Leben retten", betonte Gerhard Lindner, Leiter der Bildungsakademie des oberösterreichischen Roten Kreuzes.