© KURIER/Franz Gruber

Universitäten
12/27/2017

28 Prozent der Professoren in Österreich sind Deutsche

Jeder vierte Professoren-Posten in Österreich ist mit einem deutschen Staatsbürger besetzt, das zeigt eine Studie der Universitätenkonferenz. In den Geisteswissenschaften hat nun eine heftige Debatte begonnen.

Was eigentlich eine Internationalisierung der Universitäten hätte werden sollen, resultiert in Österreich derzeit eher in einer Germanisierung der Professoren-Stellen. Wie die Frankfurter Allgemeine berichtet, kommen bundesweit 28 Prozent der Professoren aus Deutschland. An der Uni Klagenfurt sind es sogar 50 Prozent, auf den Plätzen zwei und drei folgen die Universität Wien und die Veterinärmedizinische Univeristät Wien.

Debatte um lokale Forschungsschwerpunkte

Vor allem in den geisteswissenschaftlichen Fächern gibt es seit längerer Zeit eine Debatte rund um die zugenommene Besetzung der Professuren mit deutschen Staatsbürgern. Hier befürchtet man eine Verlagerung der Forschungsschwerpunkte, vor allem bei Österreich-spezifischen Themen wie Austofaschismus und Erinnerungskultur. Kritiker sprechen außerdem von einem Rückgang der Beschäftigung mit lokalen Traditionen, schreibt die FAZ.

Während an den österreichischen Universitäten 4200 Personen aus Deutschland arbeiten, gibt es umgekehrt 2200 österreichische Mitarbeiter an deutschen Hochschulen.

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