Chronik | Österreich
20.12.2017

23-Jähriger nach Terror-Prozess in Klagenfurt festgenommen

Bosnier hatte Berufung gegen Urteil vergangene Woche angemeldet. Laut Landesgericht besteht Fluchtgefahr.

Ein 23-jähriger Bosnier, der vergangene Woche am Landesgericht Klagenfurt zu zwei Jahren Haft verurteilt worden war, ist am Mittwoch festgenommen worden. Manfred Herrnhofer, Sprecher des Landesgerichts Klagenfurt, bestätigte auf APA-Anfrage eine Meldung des ORF Kärnten, wonach das Landesamt für Verfassungsschutz gemeinsam mit dem Einsatzkommando Cobra die Festnahme durchführte.

"Bereits drei Tage nach dem Urteil wurde es ausgefertigt. Da dem Mann eine Freiheitsstrafe droht, wurde von Fluchtgefahr ausgegangen, weshalb der Festnahmeauftrag erlassen wurde", so Herrnhofer. Sowohl der 23-Jährige als auch die Staatsanwaltschaft hatten nach dem Urteil Berufung gegen die Strafhöhe angemeldet.

Der Mann war am vergangenen Dienstag wegen terroristischer Vereinigung verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er sich der Terrororganisation IS anschließen wollte, als er im Februar 2015 an der türkisch-syrischen Grenze festgenommen worden war. Außerdem hatte er einen Youtube-Kanal betrieben, auf dem er den IS verherrlichende Videos hochgeladen hatte.