Chronik | Österreich
06.09.2017

16 Jahre Haft für "Eisenstangen-Mörder"

56-Jähriger des Mordes an Ex-Freundin schuldig gesprochen. Nicht rechtskräftig

Ein 56-jähriger Kärntner ist am Mittwoch am Landesgericht Klagenfurt des Mordes an seiner Ex-Lebensgefährtin schuldig gesprochen und zu einer Haftstrafe von 16 Jahren verurteilt worden. Er soll der Frau im Dezember 2016 mit einer Eisenstange und Fußtritten tödliche Verletzungen zugefügt haben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Auslöser für den Gewaltausbruch am 15. Dezember 2016 soll ein Streit um ein gemeinsam angeschafftes Bett gewesen sein. Vor dem Haus seiner 51 Jahre alten Ex-Freundin in St. Veit wartete der Villacher, bis diese nach Hause kam. Weil er der Ansicht war, dass ihm die Frau Geld schuldete, wollte er sie zur Rede stellen. Dabei eskalierte die Auseinandersetzung, der Mann griff laut Anklage nach einer Eisenstange und schlug der 51-Jährigen mehrmals auf den Kopf.

Der 56-Jährige bekannte sich des Totschlags für schuldig. Er habe dem Opfer nie etwas antun können, die Tat sei "im Affekt" passiert. An den Hergang könne er sich nicht genau erinnern. Laut Staatsanwaltschaft handelte es sich um Mord, die Geschworenen folgten einstimmig dieser Argumentation. Der Verteidiger meldete Nichtigkeitsbeschwerde, die Staatsanwaltschaft Berufung an.