Am Anfang hat meine Familie Zweifel gehabt, das wäre allein viel zu gefährlich."Harald Kaufmann, Weit-Wanderer.
 

© Privat

Hilfsaktion
04/25/2014

1200 Kilometer für die Familie

Harald Kaufmann wandert durch Österreich, um Spenden für Halbwaisen zu sammeln.

von Michaela Reibenwein

Die Wanderschuhe hat Harald Kaufmann aus Nüziders in Vorarlberg schon geschnürt. Jeden Tag marschiert er 20 bis 25 Kilometer. Aus gutem Grund. Am 1. Juni beginnt seine 1200 Kilometer lange Reise von Rust im Burgenland nach Bregenz. 50 Tage lang wird Kaufmann unterwegs sein. Bei Wind und Wetter. Und für seine Familie. Denn im Herbst des Vorjahres starb seine Schwägerin bei einem Autounfall, Kaufmanns Bruder Andreas und seine vier kleinen Kinder brauchen Hilfe. Und deshalb macht sich der 34-jährige Harald Kaufmann auf den Weg quer durchs Land, sammelt Geld für seine Aktion und freut sich über Begleiter.

Tödlicher Unfall

Im September des Vorjahres passierte der schwere Unfall. Sabrina Kaufmann und ihr damals vierjähriger Sohn Nino waren mit dem Auto unterwegs, als ihnen am Ortsende von Göfis ein Traktor entgegenkam. Der Traktor verlor einen Strohballen, der die Straße hinunterrollte – genau auf das Auto der jungen Mutter zu. Der Ballen überrollte den Wagen, drückte ihn ein. Die 26-jährige Mutter starb noch im Wagen. Nino überlebte unverletzt.

Seither plagen die fünfköpfige Familie nicht nur finanzielle Sorgen – Vater Andreas versorgt den siebenjährigen Leon, den fünfjährigen Nino und die dreijährigen Zwillinge Jana und Leon. "Vor allem am Anfang war das schwer. Niemand kann sagen, wie die Kinder das verarbeiten", erzählt Harald Kaufmann. "Freunde und Familie helfen. Auch die Gemeinde, Vereine und die Caritas." Doch das Geld fehlt an allen Ecken und Enden.

Und deshalb wandert er, um auf das Schicksal seines Bruders aufmerksam zu machen. "Am Anfang hat meine Familie Zweifel gehabt, das wäre viel zu gefährlich ganz allein", erzählt der Liftbedienstete. "Aber jetzt stehen alle hinter mir und glauben an mich."

Kaufmann hat die Route bereits durchgeplant. Die größte Herausforderung? "Das wird der Hochkönig. Das sind allein zehn, elf Stunden Aufstieg. Das geht nur bei gutem Wetter." Ein wenig angespannt sei er bereits, erzählt er. Aber auch bestens vorbereitet.

Von Hütte zu Hütte

Übernachten wird der 34-Jährige auf Hütten – oder bei Unterstützern, die ihm auf seinem Weg ein Bett anbieten. Auf seiner Facebook-Seite (Zu Fuß von Burgenland nach Bregenz; Anm.) will er täglich über seine Reise berichten – mit aktuellen Bildern. Und auf Facebook ist auch seine genaue Route zu finden.

Kaufmann freut sich auch über Wegbegleiter, die ihn auf einem oder mehreren Abschnitten unterstützen. "Bei der ersten Etappe werde ich von den Kinderfreunden Burgenland begleitet. Eltern und Kinder gehen mit mir", sagt Kaufmann. Abmarsch ist um 10 Uhr am Ruster Hauptplatz.

Wer ihn, seinen Bruder und die vier Kinder unterstützen will, kann dies mit einer Spende tun.

Spendenkonto: Raiffeisenbank Frastanz-Satteins, Andreas Kaufmann, Verwendungszweck: Mit dem Herzen unterwegs; IBAN: AT603742400000065391; BIC RVVGAT2B424

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