Wurstköder mit Haken ausgelegt

Ein Tierhasser hatte in Oberösterreich zehn präparierte Wurstköder ausgelegt. Die Polizei sucht nach dem Tierquäler.

Der schokobraune Labrador Dodge hatte Glück, dass sein Frauerl Birgit so aufmerksam war, als sie mit ihm am Mittwoch Gassi ging. Ein Tierhasser hatte bei einem Reiterhof in Dietach (OÖ) zehn präparierte Wurstköder ausgelegt. Hätte der Hund die Wurst gefressen, wäre er möglicherweise qualvoll verendet.

"In der Extrawurst steckten spitze Heftklammern. Sie waren am Gehsteig im Abstand von einigen Metern ausgelegt", erzählte die Hundebesitzerin der Polizei.

Birgit Stöger hat ihr Pferd beim angrenzenden Reithof eingestellt. Um die Mittagszeit ging sie mit ihrem Labrador spazieren. "Der Unbekannte muss die Köder zwischen 12 und 14 Uhr ausgelegt haben. Die Wurst war noch frisch. Es ist richtig dreist dies am helllichten Tag zu tun", meint Elisabeth Flick-Brandner vom Reiterhof.

Spazieren gehen

Wer dahinter stecken könnte, wissen die Frauen nicht. "Es gab bisher noch keine Probleme wegen der Hunde, keine Beschwerden von Nachbarn. Auch wurden jetzt das erste Mal solche Köder ausgelegt", sagt Flick-Brandner.

Am Reiterhof selbst laufen Hunde frei herum. "Die gelangen aber nicht nach draußen. Die sind nur auf unserem Gelände unterwegs", sagt Flick-Brandner. Öfter kommen auch Hunde vom Tierheim Steyr genau an diesem Straßenabschnitt vorbei, wenn Tierfreunde mit ihnen spazieren gehen.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011