Chronik | Oberösterreich
11.01.2018

Widerstand gegen neuen Donauradweg

Im Umfeld des Linzer Westring-Projekts demonstrierten Bürger aus Puchenau gegen Radweg-Verlegung.

"Wir werden von den Politikern nicht gehört." Diese und andere Bedenken waren Mittwochnachmittag beim Aufmarsch besorgter Bürger in der Linzer Nachbargemeinde Puchenau zu hören. Rund 150 Leute demonstrierten gegen die Verlegung des Donauradwegs in ihr Orts- und Naherholungsgebiet.

Durch den von vielen Einsprüchen verzögerten Bau des Linzers Westrings mit der neuen Donaubrücke muss auch der internationale Radweg verlegt werden. Gegen die vom Land OÖ nun fixierte Variante, die den Weg zwischen Linz und Puchenau von der nördlichen Seite der Rohrbacher Straße (B 127) auf die südliche Seite ans Donauufer verlegt, regt sich massiver Widerstand. "Plötzlich lenkt man den Radverkehr in unseren Ort. Autos und Radfahrer werden gefährlich durchmischt", beklagt Aktivistin Judith Ertl. Dabei hatte die Asfinag Pläne vorgelegt, die den Radweg per Unterführung der B127 auf die bestehende nördliche Strecke gelenkt hätte. Dass man sich nun für die teurere Neubaustrecke entschieden habe, ist in Sparzeiten für den Aktivisten Wolf Dieter Albrecht völlig unverständlich.

Warum die Verlegung sein soll, kommen aus dem Büro von Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) Erklärungen: Zum Bau der B127-Unterführung müsste die täglich von 25.000 Autos befahrene Straße zehn Monate auf jeweils eine Spur in jede Richtung eingeschränkt werden. Das würde das nächste Verkehrschaos bedeuten. Die neue Strecke soll zudem zu einer viel sicheren Rad-Hauptroute ausgebaut werden, heißt es.