Wer im Spital mit dem Handy filmt, riskiert den Rauswurf

Symbolfoto © Bild: Fotolia

Im Linzer Krankenhaus der Barmherzigen Brüder hängen nun Verbotsschilder für Handys.

Gegen Patienten und Angehörige, die in Spitälern ihre Handys zücken und ihre Behandlung oder gar andere Patienten filmen, wird jetzt in einem Linzer Spital eingeschritten. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder reagiert mit speziellen Verbotsschildern für Handys. In anderen Linzer Häusern kennt man das Problem ebenfalls, sieht es aber gelassener.

"Patienten filmen ihre eigenen Infusionen und versuchen das dann zu posten. Zugleich bemerken wir auch, dass Patienten oder Angehörige zu Dokumentationszwecken filmen und unsere Wartebereiche oder medizinische Geräte und deren Einstellungen aufnehmen", berichtete der stellvertretende ärztliche Leiter der Barmherzigen Brüder, Christof Bocksrucker, dem ORF.

Zuletzt sollen Angehörige eines Patienten andere Kranke und medizinische Geräte gefilmt haben. Es sei nicht der erste Vorfall dieser Art gewesen, aber man habe ihn zum Anlass genommen, aktiv zu werden. Im gesamten Gebäude – sogar auf der Intensivstation – wurden Hinweisschilder angebracht, dass das Filmen und Fotografieren strengstens verboten ist. Habe man bisher versucht, zu informieren und schärfere Maßnahmen zu vermeiden, sei es nun sogar denkbar, Angehörige und Patienten des Krankenhauses zu verweisen, wenn sie das Verbot missachten.

Kepler-Universitätsklinikum setzt auf Ermahnungen

Im Linzer Kepler-Universitätsklinikum kennt man das Problem zwar, hat es aber "im Griff", erklärte Sprecher Clemens Kukacka. Auf das Film- und Fotografierverbot wird in Info-Broschüren und auch mit Schildern aufmerksam gemacht. Gelegentlich habe man auch schon Patienten ermahnen müssen, es sei aber noch niemand des Hauses verwiesen worden. Das sei auch nicht geplant. Claus Hager, Sprecher des Ordensklinikums Linz, ortet derzeit ebenfalls kein großes Problem in seinem Haus.

( kurier.at ) Erstellt am 14.02.2018