Chronik | Oberösterreich
24.12.2017

Sturmschäden doppelt so hoch: Dennoch besseres Ergebnis für Oberösterreichische

Linz. "2017 war das schadenträchtigste Jahr in unserer gemeinsamen Vorstandstätigkeit" bilanzierten Generaldirektor Josef Stockinger und sein Stellvertreter Othmar Nagl von der Oberösterreichischen Versicherung. Die Schadensleistungen nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf 190 Millionen Euro zu. Dennoch stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 21,6 Millionen auf 23 Millionen Euro.

Sturmtiefs im August und Oktober sowie eine Serie von Großbränden haben heuer "deutlich Spuren in unseren Büchern hinterlassen", erklärte Nagl in einer Pressekonferenz. Allein in der Sparte Sturmschäden stiegen die Leistungen um 80 Prozent an.

Sorgen bereiten den beiden Vorstandsdirektoren auch die Lebensversicherungen.Ihre Zeit scheint vorbei zu sein. Das Volumen der Vorsorgeprodukte mit laufender Prämie ging von rund 112 Millionen Euro auf 109,7 Millionen Euro zurück. Trotzdem sieht Stockinger in der Lebensversicherung noch immer ein attraktives Produkt, das im Vergleich mit anderen risikolosen Anlageformen "noch immer eine konkurrenzfähige Rendite" liefere. Vom neuen Finanzminister Hartwig Löger, dem bisherigen Österreich-Chef der UNIQA-Versicherung , erhoffe man sich ein "Überdenken der Mindestbesteuerung der Lebensversicherungen, sprich eine Reduktion der 20 Prozent", erklärte Othmar Nagl.

Die Oberösterreichische beschäftigt 700 Mitarbeiter und hat knapp 450.000 Kunden.