Chronik | Oberösterreich
23.07.2017

Sommerfestival setzt auf österreichische Autoren

Die Tillysburg bietet Sommertheater. Die Kritiken sind gut, die Besucher könnten mehr sein.

Auf der Tillysburg herrscht Aufbruchstimmung. Mit einem neuen Konzept etabliert Intendant Nikolaus Büchel hochwertiges Freilufttheater in St. Florian bei Linz. "Markenzeichen sind österreichische Autoren und Schauspieler. Wir besinnen uns eben auf die eigenen Wurzeln besinnen.

Für die Premieren-Saison wurden gleich zwei der bedeutendsten österreichischen Dramatiker ausgewählt. So stehen Arthur Schnitzlers "Komtesse Mizzi" (30. Juli und 3. , 10., 11., 13., 14. August) und Felix Mitterers "Krach im Hause Gott" (23., 27., 29. Juli und 5., 6. August) auf dem Spielplan.

Beinahe alle Künstler haben einen Bezug zu Oberösterreich. Zum Beispiel Evelyn Engleder. Die aus Schwertberg stammende Schauspielerin gibt in Schnitzlers Komödie die Lolo. Karl M. Sibelius, er spielte bis 2012 am Linzer Landestheater, ist in "Krach im Hause Gott" zu sehen. Sibelius bestreitet auch das Gastspiel "Adam Schaf hat Angst" (28.7.). In "Madame Johann Strauß" , ein weiteres Gastspiel (4.8. ), schlüpft Konstanze Breitebner in die Rollen der drei Ehefrauen des Walzerkönigs. Der Philosoph Franz Schuh und der Innviertler Jazz-Posaunist Paul Zauner gestalten dann den dritten Gastspielabend mit dem Titel "Schopenhauer am Inn" (12.8.).

Der erneute Versuch, Sommertheater in St. Florian bei Linz zu etablieren, stellt sich als schwieriges Unterfangen dar. "Die Konkurrenz ist groß. In Oberösterreich gibt es traditionell viele Sommerveranstaltungen", erklärt Büchel.

Insgesamt würde das Budget für die 25 Theaterabende 180.000 Euro betragen. "Voraussichtlich wird aber am Ende ein sattes Minus von 30.000 Euro zu Buche stehen. Heuer ist eine Aufbausaison", verrät Büchel. Vorerst wäre das Sommerfestival für die nächsten fünf Jahre geplant. "Trotz weniger Zuschauer bleiben wir optimistisch, denn die Kritiken sind gut."