Chronik | Oberösterreich
16.02.2018

Schuss in Wohnhaus: Großaufgebot der Polizei

26-Jähriger mit Waffenverbot feuerte in Unterach am Attersee Schuss ab.

Großes Aufsehen erregte Freitagnachmittag ein Zwischenfall mit einer Schusswaffe in einem Mehrparteienhaus am Attersee. In Unterach im Bezirk Vöcklabruck zog nahe dem Haus an der Attersee-Bundesstraße binnen kürzester Zeit eine 25-köpfige Truppe der Polizei samt dem Sondereinsatzkommando Cobra auf. Ein 26-jähriger in Wien gemeldeter Mann wurde festgenommen.

Die Eltern des jungen Mannes sollen den Polizeieinsatz an ihrem Zweitwohnsitz ausgelöst haben. Sie wurden telefonisch von einem Nachbarn verständigt, dass in der Wohnung geschossen worden sei. Daraufhin verständigten sie die Polizei. Die rückte samt Cobra, Linzer Bereitschaftseinheit und Diensthund an. Vorsorglich wurden auch Sanitäter des Roten Kreuzes an den Tatort beordert.
Wie sich herausstellte benützte der 26-Jährige eine illegale Waffe mit der er zumindest einen Schuss abgefeuert haben soll. Gegen den Mann bestand außerdem ein aufrechtes Waffenverbot. Um welche Waffenart es handelte, wurde von der Polizei vorerst nicht bekannt gegeben.

Speziell ausgebildete Verhandler der Exekutive nahmen mit dem Verdächtigen, der sich in der Wohnung verbarrikadiert haben dürfte, Kontakt auf. Während der Verhandlungen und der Sondierung der Lage wurde das Gebiet um das Wohnhaus und damit auch die Attersee-Bundesstraße abgesperrt. Gegen 15.40 Uhr erfolgte dann der Zugriff der Polizei und die unblutige Festnahme des Mannes. Nach ersten Angaben soll der Schütze alkoholisiert gewesen sein. Weshalb er die Schusswaffe benutzt hatte, war vorerst unklar. Er wurde zur Einvernahme auf die Polizeiinspektion Unterach gebracht.