Chronik | Oberösterreich
03.09.2017

Raiffeisen: Online-Kredite werden systematisch ausgebaut

Raiffeisen. Das Internet ist eine Ergänzung.

Raiffeisen baut seine Diestleistungen im Internet systematisch aus. Derzeit kann bereits ein Kredit bis zu 4000 Euro online genommen werden, ab dem nächsten Jahr sind Kreditrahmen bis zu 30.000 Euro möglich. Derzeit werden Kredite bis zu 30.000 Euro in den Filialen innerhalb von 18 Minuten erledigt.

94 Prozent der Barüberweisungen laufen bereits über das Internet, sagt RLB-Generaldirektor Heinrich Schaller. "Wenn die Kunden die Instrumente so nützen, brauchen wir um unser Geschäfsmodell nicht zu fürchen. Unsere Kunden werden immer mehr." Es gehe darum zusätzlich ambionierte Produkte zu entwickeln. "Wir sind voll in der Digitalisierungswelle. Wir werden auch das Zahlen von Handy zu Handy und das Instant-Payment anbieten."

Beratung bleibt wichtig

Derzeit wird an einem Konzept gearbeitet, wie die Filiale der Zukunft aussehen soll. " Raiffeisen wird nie aus der Region verschwinden, es ist extrem wichtig, dass wir das Gespräch mit den Kunden führen. Auch die Jungen wollen bei finanziellen Entscheidungen beraten werden. Denn das Angebot im digitalen Netz ist groß."

Crowd-Founding sei für Raiffeisen keine wirkliche Konkurrenz, so Schaller. "Ich verstehe aber nicht, warum Banken das nicht anbieten dürfen."

Raiffeisen Oberösterreich hat aktuell 435 Filialen, Anfang 2016 waren es 442. Die Zahl der selbständigen Raiffeisen-Banken ist durch Zusammenschlüsse von 94 Anfang 2016 auf aktuell 82 gesunken. Die RLB beschäftigt 1494 Mitarbeiter, Raiffeisen OÖ 2511, wodurch der Raiffeisen-Sektor landesweit auf gesamt 3993 Mitarbeiter kommt.

Gewinn verdreifacht

Die Geschäfte der Raiffeisen-Landesbank (RLB) liefen im ersten Halbjahr liefen sehr gut, der Gewinn vor Steuern hat sich mehr als verdreifacht auf 234,9 Mio. Euro (67,9 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2016), das Betriebsergebnis hat sich auf 222,8 Mio. Euro (101,4 Mio. Euro) mehr als verdoppelt. Unter dem Strich blieb ein Periodenüberschuss nach Steuern von 215,3 Mio. Euro, viermal so viel wie im Jahr davor. Die Kernkapitalquote lag Ende Juni 2017 bei 13,9 Prozent, nach 14,6 % Ende 2016.