OÖ: Massenschlägerei vor Bar

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20 Jugendliche prügelten in Oberösterreich vor einem Lokal aufeinander ein. Auslöser war ein Angriff auf eine Schülerin.

Eine Massenschlägerei mit bis zu 20 involvierten Jugendlichen hat sich Samstag früh vor einer Bar in Timelkam (Bezirk Vöcklabruck) in Oberösterreich abgespielt. Der Tumult hatte sich entwickelt, nachdem ein vorerst Unbekannter eine 18-jährige Schülerin belästigt und misshandelt hatte. Mehrere Personen kamen ihr zu Hilfe. Offenbar mengten sich auch Unbeteiligte ein, die aufeinander losgingen. Das berichtete die Sicherheitsdirektion.

Ein sogenanntes DJ-Clubbing war bereits zu Ende, als gegen 5.00 Uhr vor dem Lokal mehrere Veranstaltungs-Besucher auf Mitfahrgelegenheiten gewartet hatten. Die junge Frau, die von dem Mann angegriffen worden war, erlitt laut Polizei Prellungen im Hüftbereich. Nachdem ihr mehrere Personen zu Hilfe gekommen waren, nutzten offenbar auch einige die Situation, um aufeinander loszugehen.

Mit Schneestangen verprügelt

Ein 19-jähriger Security-Bediensteter versuchte die Situation zu beruhigen und die Streitenden voneinander zu trennen. Dabei versetzte ihm ein gleichaltriger Chemiearbeiter gemeinsam mit einem anderen Raufbold mehrere Faustschläge gegen den Kopf. Der Sicherheitsmann ging zu Boden, was die Angreifer nicht abhielt, weiter auf ihn einzutreten. Der Security-Mitarbeiter und ein weiterer Sicherheitsbediensteter wurden nicht nur mit Tritten und Schlägen malträtiert - ein Unbekannter wollte mit Schneestangen auf die beiden einprügeln. Die beiden Wachmänner setzten sich daraufhin mit Pfefferspray zur Wehr. Die Täter ergriffen daraufhin bis auf einen 21-Jähriger die Flucht, dem durch den Reizstoff ein Entkommen unmöglich war. Ein zweiter Täter konnte wenige Zeit später noch auf dem Nachhauseweg von einer Polizeistreife angehalten werden. Die Suche nach den anderen Beteiligten war zunächst noch im Gange.

Die beiden betroffenen Sicherheitsbediensteten erlitten durch die Tätlichkeiten der Angreifer Hautabschürfungen und Prellungen am Kopf, an den Armen und in der Brustgegend.

Erstellt am 21.01.2012