OÖ: Bundesheer-Offizier soll rassistische Rede gehalten haben

Symbolbild. © Bild: REUTERS/HEINZ-PETER BADER

Teilnehmer verließen daher die Veranstaltung am Samstag vorzeitig.

Ein Offizier des Bundesheeres soll als Privatperson bei einer Bezirksversammlung des Oberösterreichischen Kameradschaftsbundes in Geretsberg (Bezirk Braunau) eine rassistische Rede gehalten haben. Teilnehmer verließen daher die Veranstaltung am Samstag vorzeitig, berichteten die Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) Montag online. Das Verteidigungsministerium bestätigte den Zwischenfall.

Der Gastredner hätte einen Vortrag über die Sicherheitslage und Landesverteidigung halten sollen. "Das von ihm gehaltene Referat war von rassistischen sowie fremdenfeindlichen Darstellungen und subtilen Diffamierungen der Politiker und Bürger unseres Landes geprägt", wird Benno Schinagl vom Landesbüro des Kameradschaftsbundes von den OÖN zitiert.

Dienstenthebung wird geprüft

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Michael Bauer, erklärte via Twitter: "Wir haben heute sowohl Strafanzeige erstattet, wie auch ein Disziplinarverfahren gegen den Offizier eingeleitet". Eine Dienstenthebung werde zudem geprüft. Bauer betonte, dass der Offizier jedoch als Privatperson an dem Treffen teilgenommen habe.

Der Kameradschaftsbund distanzierte sich klar von dem Referat. Der Redner sei auf Vertretung und Empfehlung eines Offizierskollegen eingeladen worden, heißt es in der Stellungnahme weiter.

( Agenturen , best ) Erstellt am 05.03.2018