Oberösterreich: Amokfahrt wegen Leberkäsesemmel

Symbolbild. © Bild: Gnedt Martin

Drei Leute brachten sich in Sicherheit, ehe ein 64-Jähriger den Mann mit Hilfe eines Passanten überwältigte.

Aus Ärger darüber, dass er wegen Geldmangels keine Leberkäsesemmel bekam, hat ein 38 Jahre alter Mann am Dienstag in einem Einkaufszentrum in Braunau zu einer Amokfahrt mit seinem Pkw angesetzt. Drei Leute brachten sich in Sicherheit, ehe ein 64-Jähriger den Mann mit Hilfe eines Passanten überwältigte.

Der 38-Jährige hatte nach seinem erfolglosen Versuch, eine Leberkäsesemmel zu erstehen, Waren zu Boden geworfen und war zu seinem vor dem Markt geparkten Pkw gelaufen. Ohne Rücksicht auf den Querverkehr, so die Polizei, fuhr er auf den Eingang des Einkaufsmarktes und damit auf einen Augenzeugen des Vorfalls im Geschäft zu, der ihn fotografieren wollte. Der Mann und zwei Passanten brachten sich in Sicherheit. Erst als er mit dem vorderen Teil des Autos schon im Geschäft stand, legte der 38-Jährige den Retourgang ein und versuchte zurückzufahren.

In psychiatrische Abteilung eingeliefert

Im selben Moment riss der 64-Jährige die Fahrertür auf und hinderte den Lenker an der Weiterfahrt. Er zog den Fahrer aus dem Auto und fixierte ihn, wie es in einer Aussendung der Polizei hieß. Da der 38-Jährige sich zur Wehr setzte, kam ein weiterer Passant zu Hilfe. Die Männer hielten den 38-Jährigen fest, bis die Polizei kam und ihn festnahm.

Die Staatsanwaltschaft Ried erließ einen Haftbefehl, der 38-Jährige wurde zunächst in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses eingeliefert. Grund dafür waren offenbare psychische Probleme und Fremdgefährdung, erklärte die Polizei.

( Agenturen , best ) Erstellt am 06.02.2018